Die (für uns) besten Alben 2016 – Teil II

Das Jahr ist schon fast rum und es beschenkte uns mit vielen grandiosen Releases in jeglichen Stilrichtungen. Obwohl’s immer schwierig ist, seine Top 3 zu bestimmen, hat sich unser Team dieser Aufgabe angenommen. Was dabei rausgekommen ist, gibt’s auf folgenden Zeilen nachzulesen. Welche Scheiben bei der anderen Hälfte der Rawkies rauf und runter laufen, erfährst du hier.

Katrin

Thrice – To Be Everywhere Is To Be Nowhere
Warum? Dustins Stimme ist über die Jahre einfach immer nur schöner geworden und gipfelt jetzt für mich in fast perfektem Gesang.

Apologies, I have none – Pharmacie
Es hat vier verdammte Jahre gedauert hat, bis das neue Album erschienen ist, Breat Easton Ellis wird zitiert und das Album ist einfach wunderbar stimmig. Was will man den da noch mehr?

Billy Talent – Afraid of Heights
Vielleicht nicht das innovativste und speziellste Album, das die Herren uns je aufgetischt haben, aber “Louder Than The DJ” sind sie noch allemal und das Album macht auf jeden Fall Stimmung.

Basil

Hellions – Opera Oblivia
Irgendwie war’s schon beim Album-Release klar, die Vorfreude war riesig, und die Australier haben auch gehalten, was versprochen wurde. Unglaublich frisch, eingängig, aber auch beim zehnten Hören noch interessant. Hardcore, Pop-Punk, Alternative, wasauchimmer.

She Cries Wolf – Doubt
2015 mit „Divorce“ schon in meiner Top-3 haben She Cries Wolf mit „Doubt“ einen Zweitling abgeliefert, der jenem Album in Nichts nachsteht. Klar, der Überraschungseffekt fehlt dieses Mal ein bisschen, und man kann der Band durchaus vorwerfen, dass da zehnmal ungefähr der gleiche Song gespielt wird, aber wenn dieser Song halt so geil ist, dann soll’s so sein. Weil, ach, diese Refrains, dieses leichte Dissonanz, diese Verzweiflung, dieses Alles!

The Fall Of Troy – OK#2
Was für eine Rückkehr nach einer Dekade (+/-)! Wunderbare Gitarren, mathy Ausbrüche, verletzlicher Gesang, und Songwriting, das einfach way out of this world ist. Und ja, wenn’s nach mir geht lieber “OK#2”, ein bisschen rauer als die ursprüngliche Version, aber passt eh beides.

Honorable Mention: Mathcore Index Vol.1/Vol. 2
Jep, kein Album, eine Compilation, aber so vollgepackt mit geiler Musik, dass das einfach noch kurz gesagt werden muss. Wer irgendwie so mit dem ganzen Blackened Hardcore, Mathcore, Noise, Sludge und so weiter etwas anfangen kann: Anhören, unbedingt!

Angela

Glass Animals – How To Be A Human Being
Auf dieses Album habe ich lange gewartet, es hat sich aber sehr gelohnt. Schon ihr erstes Album fand ich super, das neue übertrifft es jedoch um Längen. Catchy Melodien, die auch live überzeugen! Das Konzert letzten Monat war wohl mein Lieblingskonzert dieses Jahr, das selbe gilt auch für das Album. Das Fangirl in mir freut sich also um so mehr, dass letzte Woche ein neues Konzert in der Schweiz angesagt wurde.

Red Hot Chili Peppers – The Getaway
Wieder einmal ein tolles Album einer tollen Band. Nachdem die letzte Scheibe eher schwach war, finde ich “The Getaway” sehr gelungen. Ein perfektes Album für einen Ausflug im Auto mit guter Laune.

Hamilton Leithauser + Rostam – I Had a Dream That You Were Mine
Da haben sich zwei gefunden! Der Sänger aus The Walkmen und der Produzent von Vampire Weekend haben ein tolles Debütalbum geschaffen. Eine gute Mischung aus ruhigeren und rockigeren Songs, ich bin begeistert.

Miguel

Fjørt – Kontakt
Hach, was gibt es zu Fjørt noch zu sagen. Diese Band hat mich seit ihrem Konzert im Dynamo (wir berichteten) nicht mehr losgelassen. Auf “Kontakt” zeigt das Post-Hardcore-Trio, was es wirklich drauf hat – geniale Texte und atmospärische Songs zum Träumen.

Slow Decay – My Release
Dank der Empfehlung eines Freundes wurde ich auf die jungen Amerikaner aufmerksam. Die Hardcore-Band aus San Diego hat mich mit ihrer EP komplett umgehauen! Klar, es ist nicht innovativ oder technisch anspruchsvoll, aber es macht verdammt Laune. Mit den geilen Grooves muss man fast mitwippen und die Lyrics brennen sich so schnell ein dass ich schon beim dritten Durchlauf mitsingen konnte. So muss das!

Yung Lean – Warlord
Nach den ersten Mixtapes des schwedischen Rappers war ich nur teilweise von seinen Fähigkeiten überzeugt. “Warlord” hat das geändert: Dicke Beats, eingängige Rhymes und die fast schon depressive Stimmung, die zum momentanen Wetter kaum besser passen könnte.

Jasmin

With Confidence – Better Weather
Die Australier kenne ich nun auch schon eine Weile. Ihr Album “Better Weather” sorgt für rundum gute Laune und die Lyrics sind, wie man so schön sagt, relatable – eine Grandiose Platte. Sie besuchen uns übrigens am 15. März 2017 in der Schüür. Ich freue mich.

Yashin – The Renegades
Dieses Album bricht mir ein bisschen mein Herz. Die Jungs habe ich schon öfters live gesehen und waren eine der ersten Bands die ich angefangen habe zu hören. Doch dieses Jahr, nachdem sie “The Renegades” released haben, lösten sie sich auf. Der Grund dafür ist die Musikindustrie. Ein Album, das ich extrem geil finde und eines, das einen speziellen Platz in meinem Herzen trägt.

To The Wind – The Brighter View
Ich bekomme unzählige Promo-Mails jeden Tag. An einem Morgen bekam ich eine Mail, das meinen Montag ziemlich versüsst hat. Ich hörte rein und wurde von “The Brighter View” weggehauen. Ich habe das Album danach auf und ab gehört. Ein echt geniales Album, das mir im Nachhinein nicht nur den Montag, sondern mein ganzes Leben versüsst hat. Die Jungs werden übrigens Polar am 9. März 2017 im KiFF supporten. Fuck yes!

Andi W.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Exit aus Sursee (LU) bewiesen heuer mit “Into Darkness” einmal mehr, dass sie nicht nur das Death-/Thrash-Metal-Handwerk beherrschen, sondern auch bereit sind, neue Elemente in ihre Musik einzubringen.

Sickret – Hypocritical

Und gleich noch einmal Sursee: Die Nu-Metaller von Sickret haben drei Jahre nach ihrem Erstling “Pointless Appendix” mit “Hypocritical” ein noch stärkeres Album geliefert, das trotz offensichtlicher Weiterentwicklung der Band dem ursprünglichen Sickret-Sound treu zu bleiben vermag.

ZOAX – The Bad Blood
Zum Schluss schweife ich doch noch ein bisschen in die Ferne: ZOAX aus London blieben mir zunächst in Erinnerung wegen ihrer Live-Perfomance. Das ist aber lange nicht alles, was die Band zu bieten hat! Ihr Sound ist wunderbar abwechslungsreich und voller Überraschungen. Hört rein!

Fiona

Bayside – Vacancy
Anthony Raneris Stimme ist sooo schön melancholisch. Und dazu die kraftvollen Gitarrenriffs. Genial. Seitdem ich vor einigen Jahren den Song “On Love On Life” hörte, mag ich die Band sehr. Das Albumcover mit der weissen Motelfassade und dem blauen Himmel finde ich auch sehr nice. Es erinnert mich nämlich an meine Ferien in Florida.

Descendents – Hypercaffium Spazzinate
Eine Band, die Sätze wie “Somebody Give Me A Book!!!” in Mikro schreit, muss ich einfach mögen. Und ich bin ja sowieso ein Fan von Punk Bands, die bereits ein paar Jahre auf dem Buckel haben. “Hypercaffium Spazzinate” ist zwar nicht mein Lieblingsalbum der Descendents, aber halt doch ziemlich gut.

Jack White – Acoustic Recordings 1998-2016
Ich bin ein riesiger Fan von Akustik-Songs, deshalb habe ich das Album rauf und runter gehört. “Carolina Drama” hat mir schon immer sehr gut gefallen und die Aufnahme hier drauf ist einfach genial; ich kann den Song immer wieder und wieder hören, ohne dass er mir verleidet. In wenigen Minuten wird ein ganzes Familiendrama erzählt – trotzdem lässt der Text genug Raum für Interpretationen.

Nadine

The Rolling Stones – Blue & Lonesome
Die Rolling Stones kehren zurück zu ihren Anfängen – und denen der Rockmusik (die natürlich im Blues liegen…). Und Halleluja, klingt das gut! Blues so schön dreckig wie es sich gehört!

David Bowie – Blackstar
Es hätte keinen besseren Song als “Lazarus” zum Abschied von David Bowie geben können und das Album kann definitiv mit der Epik der letzten Bowie-Hymne mithalten!

Warpaint – Heads Up
Die Psychedelic-Truppe Warpaint hat auch wieder mal ein Album rausgehauen. Am Konzert in Edinburgh hat mich die Vorstellung dessen klar überzeugt. Psychedelia vom Feinsten!