19.12.2016 – So waren The Amity Affliction & Support im Kofmehl Solothurn

Lange habe ich darauf gewartet, dass endlich der 19. Dezember 2016 auf dem Kalender abgestrichen werden kann. Mit The Amity Affliction und Northlane waren zwei meiner aktuellen Top-Bands auf der Kofmehlbühne angekündigt und ich wurde nicht enttäuscht.

Schon die erste Supportband Wage War hat den Abend gut starten lassen und ich musste zu meiner Begleitung sagen, dass das Metalcore-Genre einfach immer noch alles kann. Seit sieben Jahren bin ich dieser Musik verfallen und noch immer ist sie mir nicht verleidet, im Gegenteil! Obwohl ich Wage War bisher nur flüchtig kannte, holte der Sound mich total ab. Die Band hat das Level für den Abend als Opener hoch gelegt.

Als nächstes betraten Stray From The Path die Bühne, der Umbau ging fix, es reichte knapp, um frische Luft zu schnappen und den anwesenden bekannten Menschen hallo zu sagen. SFTP bretterten ihre Musik auf die Kofmehlbühne, das Publikum schien sichtlich amüsiert. Ich muss gestehen, mich konnten sie nicht ganz so abholen, denn ich mag doch lieber hie und da eine raustönende Melodie und die sucht man in ihrem Sound vergebens.

Next One: Northlane! Wir konnten uns nach vorne durchschlagen und die Show startete mit „Rot“. Northlane bringen immer wieder eine interessante Atmosphäre in den Raum mit ihren wechselnden Klängen. Ich war etwas enttäuscht, denn man hörte in den vorderen Reihen kaum etwas vom Gesang. Somit verliess ich meine Position und verschob mich etwas nach hinten Richtung Mischpult und da war es dann doch schon deutlich besser. Gerade bei Northlane MUSS man den Gesang einfach hören.

Wir näherten uns langsam dem Highlight des Abends: The Amity Affliction nahmen die Bühne, den Raum und das Publikum vollkommen ein. Das Set startete mit „I Bring The Weather With Me“, Singalongs gab’s unter anderem in „Fucked Up“ (mein persönlicher Lieblingssong der neuen Platte) und natürlich fehlte auch „This Could Be Heartbreak“ nicht. Wir verliessen unsere Position nur leicht und konnten gute Soundqualität geniessen, aber vorne war sicher der Gesang zu leise. Ich habe mich komplett der Musik hingegeben und habe es einfach genossen. Die Jungs bringen jeden Song so authentisch rüber, wie ich das selten sehe, abgesehen davon, dass ich „This Could Be Heartbreak“ ein absolutes Top-Album des Jahres 2016 finde. Die ganze Show wurde noch getoppt, besser gesagt gekrönt mit einer perfekten Zugabe. Überhits wie „Pittsburgh“, „Don’t Lean On Me“ und „This Could Be Heartbreak“ ergänzten die Setlist und liessen die Emotionen nochmals hoch kochen.

Alles in allem ein perfekter Abend für mich, mit tollen Bands in meiner Lieblingslocation. Speziell erwähnen möchte ich auch noch den Zeitplan, der tip top eingehalten wurde und man so auch zeitig an einem Montagabend wieder zu Hause war. Bravo!