28.01.17 – Out Of Control Tour im Werk 21

Nach einem kleinen Umweg über Rotkreuz trafen wir pünktlich am Zürcher Hauptbahnhof ein. Und nach wenigen Minuten waren wir im Werk21, wo wir schnell das Warme suchten. Drinnen war’s tierisch heiss, weswegen wir uns möglichst schnell unseren Jacken entledigten und zur Bühne gingen. Wir waren bereit für die Out Of Control Tour. Das war perfektes Timing, denn Amongst Pariahs fingen just in dem Moment an zu spielen.

Und wie immer gaben die Jungs vom ersten Moment an Vollgas – trotz gesundheitlichen Einbussen. Die Menge feierte und sang fleissig mit, und das ein oder andere Lied blieb den Rest des Abends noch im Kopf hängen. Man sah der Band die Freude an, mit welcher sie ihre Lieder raushauten. Ist wirklich jedes Mal schön die Jungs wieder auf der Bühne zu sehen und zu hören.

Als nächstes waren Henriette B. an der Reihe. Und die hatten es in sich. Mit französischem Akzent und guter Laune legten die Fünf eine gehörige Show hin. Der Einfluss von melodischem Death Metal war deutlich zu hören und und heizte dem Publikum richtig ein. Wer bisher noch nichts von Henriette B. gehört hat, sollte sich ihre neuste EP „Tales Of Reality“ anhören. Den zahlreich anwesenden Leuten hat es sichtlich gefallen.

Völlig weggeblasen war ich von Life’s December. Mit dieser Mischung aus lauten Breakdowns und gefühlvollen, leisen Melodien hätte ich nicht gerechnet. Gespielt wurde auf einem ziemlich hohen Niveau und der Experimentierfreude des Quartetts schienen keine Grenzen gesetzt zu sein. Hauptsache die Aussage und der Ausdruck stimmt, scheiss auf Genregrenzen und Stilrichtungen.

Die Headliner der Tour waren aber ebenso brachial unterwegs. GHOST LIGHTS überzeugten mit ihren düsteren und brutalen Melodien, heftigen Tiefen und starken Vocals. Dieses musikalische Donnerwetter brach wie eine Wand über das Publikum herein, und dieses feierte jede einzelne Note. Die Zuschauer waren noch nicht müde und haben ebenso Gas gegeben.

Den Abschluss gaben SICKRET. Die Jungs aus Soorsi gaben alles. Auch wenn sich das Publikum inzwischen ein bisschen verkleinert hatte. Das ist leider das Vermächtnis der SBB-Fahrpläne. Aber die, die noch da waren, waren begeistert. Mit ihrem HipHop lastigen Hardcore ging es dann auch ordentlich ab. Ein gebührender Abschluss für einen gelungenen Konzertabend.

Hut ab vor den Veranstaltern Dark Wings. Die Bandzusammenstellung und auch die Running Order hätten nicht besser gewählt sein können. Der Abend wird mir sicherlich in guter Erinnerung bleiben. Als einziges wäre es schön gewesen, wir hätten den Anschlusszug in Zug nicht verpasst. Aber man kann ja nicht alles haben.