Besser spät als nie: Save Your Last Breath – Torn Of Aeon

Heute in der Rubrik „Besser spät als nie; Album-Reviews, die ich schon lange hätte schreiben sollen.“: Das neue – halt im Sinne von „das aktuellste“ – Album (und erste Full Length, btw) von Save Your Last Breath, „Torn Of Aeon“. Das Werk der Zürcher Oberländer wurde vor mittlerweile zwei Monaten  veröffentlicht, inklusive fetter Plattentaufe, und um es gesagt zu haben: Hör’s dir an, ist fett geworden!

Nun denn, geradewegs rein da in diese Mischung aus Metalcore-Riffs, Black Metal-Geshredde und ganz vielen hübschen Breakdowns. Eingeleitet wird das Album von ein paar kuschligen Klavierklängen, die aber bereits nach wenigen Sekunden von flirrenden Gitarren abgelöst werden und bereits klar gemacht haben, was denn so zu erwarten sein wird: böse schwarzmetallische Melodiebögen en masse.
Da liegt dann auch die grösste Stärke der Band, jeder Song besitzt trotz allem Geballer seine magisch-melodiösen Momente, die aber nie in zu kitschige Gefilde abdriften. Auch schön ist die kurze Atempause in Form des Zwischenstücks „Tempus Vincit Omnia“ (es gibt ein Guetzli für die Übersetzung des Titels).
Des weiteren findet man eben ganz viele üble Blastbeats, tighte Metalcore-Riffs und Breakdowns. Klar kann man jetzt sagen, das kennt man alles schon, aber SYLB schaffen es, auf Torn Of Aeon trotzdem, kurzweilig zu klingen und ihre ganz eigene Note reinzubringen. Ausserdem ist kein Song ein Skip-Song – vielleicht mit Ausnahme des Bonus Tracks „On The Run“ -, da wird die Qualität konstant hoch gehalten.

Das ist vielleicht auch ein bisschen das Problem schlussendlich, da gibt es selten diesen wirklich herausragenden Song, der einem Hirn und Ohr öffnet, aber ich möchte trotzdem zwei Anspieltipps geben, einerseits „Don’t Look Back“, das einfach ein verdammt verdammt verdammt geiles Riff hat und dann „Your Greed“, wo man urplötzlich von einer fast djentig anmutenden Melodie überrascht wird.

Was mich als einziges etwas – gegenüber der Vorgänger-EP „Carry Me Home“ – stört, sind die Vocals, die mir da besser gefallen haben. Ist aber Geschmackssache, der neue Sänger macht seine Sache nämlich ebenfalls sehr gut!

Also, du hast das Album ja eh schon gehört, wenn nicht, dann tu es – auf Spotify, iTunes, wo auch immer! Und sonst, geh an ein Konzert der Band, live knallt das eh noch einiges mehr!

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1. Visions
2. Abdicate
3. Don’t Look Back
4. Exitium
5. Tempus Vincit Omnia
6. Your Greed
7. Aftermath
8. Martyr
9. Hollow
10. Hell In Me
(11. On The Run)