Team rawk.ch stellt sich vor – Andi (zum Dritten)

Heute ist der dritte Andi im Team rawk.ch an der Reihe. Er trägt schon seit fast zwei Jahren zu unserem Webzine bei, höchste Zeit also, mehr über ihn zu erfahren:

Was ist deine Motivation, für rawk.ch zu schreiben und was ist deine Funktion?
Die Kombination von Musik und Schreiben ist einfach super! Rawk.ch ermöglicht mir Konzertbesuche und den Erhalt von CDs, im Gegenzug schreibe ich darüber – was will man mehr?

Was machst du so, wenn du nicht gerade für rawk.ch Zeit investierst?
Ich studiere an der Uni Fribourg Geschichte und Philosophie. Daneben bleibt zum Glück genügend Zeit für Sport wie Tennis und Skifahren, letzteres übe ich im Winter beruflich in einer Skischule aus. Auch die Musik kommt nicht zu kurz, ich spiele in einer Band und engagiere mich im Kulturwerk 118 in Sursee sowohl hinter der Bar als auch als Konzertveranstalter.

Was für Musik finden wir auf deinem MP4-Gerätli/Plattenspieler/CD-Player?
In meinem CD-Regal finden sich diverse Stile. Den grössten Teil machen Metal in beinahe all seinen Facetten und Punk-Musik (Hardcore, Punk-Rock, Post-Hardcore,…) aus.

Welches ist deine Lieblings-Konzert-Location in der Schweiz und warum?
Ganz klar das „Kulti“ (Kulturwerk 118), da es beinahe ein Zuhause ist für mich. Die Leute da sind super, das Veranstaltungsangebot sehr vielseitig und die Grösse des Lokals ideal.

Was nervt dich am Schweizer Musikbusiness und was würdest du ändern?
Ich würde das nicht als Problem des „Business“ bezeichnen aber es nervt mich, dass praktisch niemand Konzerte von unbekannten oder halbbekannten Bands besucht, die nicht aus der Umgebung stammen. Es sind nur sehr wenige Leute, die sich trauen, sich auf Neues einzulassen.

Denkst du, dass Schweizer Musiker genügend Anerkennung bekommen?
Die Anerkennung bekommt niemand einfach so geschenkt. Es muss schon darum gekämpft werden. Natürlich ist es schade, dass z.B. amerikanische Popkünstler Schweizer Stadien füllen und sich hiesige Jazz- oder Metalmusiker teilweise schon über eine Handvoll ZuschauerInnen freuen. Das hat aber weniger mit der Schweiz zu tun als mit Marketing, Massenmedien und dem Musikgeschmack der Leute. Als Musiker ausserhalb des Mainstreams muss wohl überall um Anerkennung gekämpft werden. Und im Mainstream auch, weil das Angebot halt einfach grösser ist als die Nachfrage.

Spielst du selber auch in einer Band oder machst du sonst Musik?
Ja, ich spiele Bass bei Ticket to Nowhere. Daneben habe ich schon in diversen anderen Formationen gewirkt, von denen aber keine mehr aktiv ist.

Was hältst du von Streaming Diensten wie Spotify etc. und machst du davon Gebrauch?
Grundsätzlich bevorzuge ich CDs und Vinyl, Spotify kann zwischendurch sehr praktisch sein, auf jeden Fall besser als über YouTube-Videos zu laden, die ich mir gar nicht ansehen will. Ich verstehe aber alle Bands, die bei Streamingdiensten nicht mitmachen, denn die Musik verliert an Wertschätzung durch Pauschaltarife. Aber das hat sie ja leider schon durch (halb-legale bis illegale) Gratis-Downloads und YouTube.

Was hältst du von Instagram, Snapchat, Twitter und Co.?
Für mich ist das zu zeitaufwändig, anstatt in sogenannte „soziale“ Medien investiere ich meine Zeit lieber in echte soziale Unternehmungen mit Freunden. Ausserdem finde ich es erschreckend, wie den meisten Nutzenden der Datenschutz absolut egal ist.