07.04.2017 – Deaf Havana im Kiff in Aarau

Irgendetwas ist mit Deaf Havana geschehen. Abgesehen davon, dass die Briten aus Norfolk das Label gewechselt und bei SO Recordings unterschrieben haben. Sie spielen immer noch diesen grossartigen Alternative Rock. Aber irgendwie ist er auch anders. „Wir haben eine neue Richtung in unserem Sound eingeschlagen“, sagt die Band selbst dazu, „auf einmal, unvorhersehbar und völlig ungezwungen. „ Es ist die dunkelste, ehrlichste, dynamischste Musik, die wir je geschrieben haben. So sehr als Band haben wir uns noch nie gefühlt, und jetzt wollen wir, dass es losgeht.“

Deaf Havana gehören zu diesen Bands,  die sich immer hinterfragen und immer wieder aufs Neue gute und überraschende Musik machen. Aus den explosiven Wurzeln im Untergrund sprossen schon so viele unterschiedliche Stücke, mal poppig, mal folkig, mal classic, mal Garage und mal Emo. Und in den Lyrics nimmt Veck-Gilodi ohnehin kein Blatt vor den Mund. Oder wie über sie geschrieben wurde: „Das sind echte Jungs, mit echten Leben in einer echten Welt. Sie lassen sich vom Medienwahn nicht beeinflussen und tun auch nicht alles um berühmt zu werden.“

Mit dabei frisch als Support bestätigt: Dinosaur Pile-UP! Mit „Eleven Eleven“, produziert von Tom Dalgety (Royal Blood), haben sie gerade gemeinsam ein Urzeitmonster von einer Platte eingespielt. Erstmals hat nicht allein Frontmann Matt Bigland alle Instrumente alleine eingespielt, sondern vertraut auf Schlagzeuger Mike Sheils und Bassist Jim Cratchley und konnte sich so stärker auf das Songwriting konzentrieren. Das hat der Musik gut getan: Dinosaur Pile-Up sind voll da, die Hooks größer, die Riffs brutaler und der Sound präziser. Mit ihrer dritten Platte, die Vergleiche mit Bands wie Quicksand, Helmet, Smashing Pumpkins oder Nirvana nahelegt, liefern Dinsoraus Pile-Up ihr bisher ausgereiftestes und bestes Werk ab, mit dem sie sich neben den Rock Größen ihrer Heimat und darüber hinaus sicherlich werden etablieren können.

Und dazu: Harvey Rushmore and the Octopus spielen eine Mischung aus treibendem Psychedelic Rock und 60s Garage. Ihre Musik fasziniert durch ausufernde psychedelische Improvisationen und einer Live Visuals Show, die den Konzerten eine zusätzliche Tiefe verleiht. Treibende Drumbeats, hypnotische Basslines und verzerrte Reverb Gitarren, ausgeschmückt mit surrealen Texten über Seeungeheuer, bizarren Visionen und Liebe. Teile der Band waren über mehrere Jahre Mitglieder bei der Basler Rockband Navel, dessen Auflösung 2015 den Startschuss für Harvey Rushmore & the Octopus bildete.

Doors: 20:00 Uhr
Show: 20:30 Uhr

Tickets: Starticket

Veranstalter: Kiff