5 Fragen an Trash Tongue

Trash Tongue

Trash Tongue sind ein Alternative Rock-Trio aus Bern. Ihre Songs machen musikalisch wie auch textlich den Spagat zwischen Superheld und Prinzessin, bleiben dabei aber immer eigen und unverkennbar. Primär weil die Band bereit dafür ist und sekundär weil der Bierflaschenberg im Übungskeller eine bedrohliche Höhe erreicht hat, wollen sie raus auf die Bühne und ihr bisheriges Schaffen dem Publikum live präsentieren — ha, diese Einleitung haben wir komplett von der Website der Jungs geklaut. Sie ist aber auch zu gut, um sie hier neu zu erfinden, oder? Diese Worte haben uns, nebst dem Sound, auch dazu ermuntert, den Herren ein paar Fragen zu stellen:

Wie habt ihr euch als Band gefunden?
Ganz einfach gesagt: durch gutes Timing. Nico (Bass) und Dinu (Schlagzeug) suchten einen Sänger/Gitarristen und Nicos Freundin Claudia hat die beiden dann mit mir (Pesche) verkuppelt. Dann trafen wir uns im Bandraum in Bern zu einem Jam und es war ein bisschen wie sich verlieben. Wir alle gingen an diesem Abend mit einem breiten Grinsen nach Hause. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Claudia Vivi Fankhauser. Ohne Sie wäre Trash Tongue nie entstanden.

Ihr habt mit zusammengesparten Gagen diverser Gigs eure erste EP fertiggestellt. Erzählt uns etwas über diese EP.
Unser Proberaum ist so eingerichtet, dass wir jederzeit ohne grosse Vorbereitungen, qualitativ gute Aufnahmen machen können. Mit Tino Küng haben wir einen Tontechniker gefunden, welcher sich dann Nächtelang mit diesen Tonspuren beschäftigt, sie abmischt und unglaublich viel Geduld für unsere Ideen und Wünsche aufbringt.  So entstanden während der drei Jahre Bandbestehen bereits einige Tracks und fünf davon sind nun auf der EP gelandet.  Wir sehen uns als eine vielseitige Band und jeder einzelne Song auf der EP soll eine Facette von Trash Tongue aufzeigen. Deshalb haben wir die EP auch schlicht Trash Tongue genannt.  Besonders stolz sind wir auf die Single „Waves“, bei der wir Jessanna Nemitz als Gastsängerin engagieren konnten. Die Single kann man bereits auf unserer Homepage anhören.

Die CD’s sind inzwischen bei uns eingetroffen und können für 10 Stutz an unseren Konzerten gekauft oder per Nachricht über Facebook und buy-ep@trashtongue.ch bestellt werden.

Was wollt ihr den Menschen mit eurer Musik mitteilen?
In erster Linie machen wir Musik, damit wir selber nicht verrückt werden. Aber es ist uns auch wichtig, dass wir Menschen erreichen. Das schönste Gefühl ist es, wenn wir dem Publikum ansehen, dass das Kopfnicken nicht nur vom Schlagzeugbeat herrührt, sondern weil wir etwas getroffen haben, mit dem sich die Leute identifizieren können.

Wir sind keine Band, die sich auf einen bestimmten Musikstil oder eine bestimmte Message festlegt, aber unsere musikalischen Einflüsse sind ähnlich und so erübrigen sich auch Diskussionen über die musikalische Ausrichtung. In den Texten geht es um Gefühle, aktuelle Themen, welche uns bewegen oder auch aufregen. Kurz gesagt, um das Leben.

Wie seht ihr die aktuelle Schweizer Musikszene?
Viele gute Bands, zu wenig Möglichkeiten.
Über 200 Anmeldungen beim Waldbühne Contest sprechen für sich. Es läuft etwas im Schweizer Untergrund, nur leider stehen die wenigsten Bands regelmässig auf einer Bühne. Es gibt zwar einige lobenswerte Plattformen, wie zum Beispiel den Doppuschnägg im Dachstock, die “Us Bern” Reihe im Musigbistrot, oder BerNoise im ISC, aber leider noch lange nicht genug, um den vielen guten Bands eine Möglichkeit zu bieten, sich zu präsentieren und somit auch als Live Act zu wachsen.
Es wäre schön, wenn es Bands, Veranstalter und Medien zusammen schaffen würden, das Interesse der Leute an der wahren Schweizer Musikszene zu wecken.

Was sind eure Wünsche resp. Ziele für die nahe Zukunft?
Von Konzert zu Konzert wurden wir in unserem Auftreten sicherer und die Feedbacks wurden immer zahlreicher und besser. Das gibt uns die Motivation, dran zu bleiben und nach weiteren Auftrittsmöglichkeiten Ausschau zu halten.

Insbesondere suchen wir noch eine Location, um unsere EP zu taufen. Vorschläge nehmen wir dankend entgegen. Ein weiteres Ziel ist es, bis Ende 2018 eine LP mit etwa 12 Songs herauszugeben. Je nachdem wie viele Gagen wir bis dahin zusammensparen können, möchten wir die LP auch in Vinyl herausgeben. Dann wollen wir noch die Unterwäscheindustrie mit Trash Tongue-Tangas und -Socken erobern, aber das nur nebenbei…

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