11.03.2017 – Korn und Heaven Shall Burn in der Samsung Hall

Keine Band hat mich im Kindesalter so beeinflusst wie Korn, dementsprechend war die Vorfreude auf das Konzert in der neuen Samsung Hall riesig, auch wenn ich mich normalerweise eher an der Plattentaufe von Invoker begeben hätte, da mir grosse Konzerte meist missfallen – ich  hoffte auf einen gelungenen Abend.

So kam ich also bei der Samsung Hall an, musste meinen Rucksack gegen eine Gebühr von 5.- draussen lassen und ging schon etwas genervt rein. Drinnen war noch rege Bewegung von Technikern auf der Bühne, obwohl Heaven Shall Burn eigentlich schon hätten anfangen sollen. Stolze 40 Minuten zu spät standen die Deutschen dann auf der Bühne und lieferten ein etwa halbstündiges Set bestehend aus etwa fünf bis sechs Songs. Geballert hat’s ja gut und so, nur war da ein fader Beigeschmack, den man dem Fünfer zwar nicht gross anmerkte, aber doch präsent war.

So starteten dann auch Korn ihr Set eine halbe Stunde zu spät, dafür aber mit einem Hit-Feuerwerk der Extraklasse. „Right Now“ und anschliessend „Here To Stay“, was für ein Anfang! Auch sonst liess die Setlist wenig Wünsche offen, alles blieb schön Oldschool. Die Nu-Metal-Altherren wirkten sehr routiniert, fast ein bisschen unpersönlich, aber so ist das halt langsam auch bei grösseren Metalbands, nicht? Das Bühnenlayout war ziemlich aufwendig gestaltet, sehr auffällig waren die LED-Leuchten, die mir die ganze Show lang frontal ins Gesicht leuchteten, Kopfschmerzen ahoi. Den Leuten schien es aber zu gefallen, denn der Mosh-Pit war stets in Bewegung, auch bei weniger härteren Songs wie das Cameo-Cover „Word Up“. Den letzten Song, den ich noch sehen konnte war „Twist“, nachher musste ich mich nach 60 kurzen Minuten schon auf den Heimweg machen. Wollte ich zumindest, an dieser Stelle eine grosse Kritik an die Organisation der Samsung Hall: Wenn 5’000 Personen an ein Konzert kommen, reichen ein kleiner Container und Angestellter nicht, um alle Rucksäcke übersichtlich aufzureihen. Ergo: 40 (!!) Minuten Wartezeit für meinen Rucksack, und das, obwohl ich absichtlich früher aus dem Konzert bin, damit alles reicht.

Wenn man den Abend auf die Musik reduziert, gibt es wenig zu bemängeln, aber von einer Halle in diesem Ausmass hätte ich kein derartiges Organisationsfiasko erwartet.