5 Fragen an Dee Maa ohni Chopf

Mit De Maa ohni Chopf stellen wir euch heute ein Trio vor, das genremässig tendenziell etwas ausserhalb unserer gewohnten harten Klänge liegt. Aber wir wären nicht rawk.ch, wenn wir uns selber in Genre-Schranken weisen würden. De Maa ohni Chopf,  das sind drei Seelen, sechs Hände und viel Herzblut:  Michel Schürmann (Gesang, Gitarre), Lorenzo Demenga (Drums, Keyboard) und Michael Herzig (Bass). Sie mögen Bauernhöfe und Abbruchbuden und nehmen den Hörer mit ihrer aktuellen Platte auf eine Reise durch das „Späckthal“. Klingt interessant? Ist es auch! Wir haben den drei Herren ein paar Antworten zu unseren fünf Fragen entlockt: ​

Ein 30-jähriger Zürcher Schlagzeuger, ein 40-jähriger Aargauer Singer-/Songwriter und ein 50-jähriger Berner Bassist und Krimi-Autor. Wie kommt es zu dieser Band-Konstellation?
Wir stehen auf Diversifikation und Generationenverständigung. Ok, ernsthaft: Michel, der Aargauer, hat Lorenzo, den Zürcher, in Bern an der Musikhochschule kennengelernt. Dann waren wir auf der Suche nach einem Bassisten. Und wo findet man einen guten Berner Bassisten? Klar: In einer Zürcher Bar. Und so wurden wir eine multiregionale Band.

Eure Texte sind in Mundart gesungen, weil Michel seiner Meinung nach nicht gut genug Englisch spricht. Schränkt euch das als Band eher ein oder gibt euch das tendenziell mehr Freiheit?  
Musikalisch macht die Sprache keinen Unterschied. Da sind wir so frei wie jede andere Band. Aber es ist sicher einfacher so zu singen, wie einem der Schnabel gewachsen ist, ausser man beherrscht mehrere Sprachen fliessend. Dafür hätte Michel wohl mal ein paar Jahre ins Ausland gehen müssen. Kommt vielleicht noch. Das Zielpublikum wäre bei Englisch natürlich grösser, aber hey, it is what it is…

Wie funktioniert ihr als Band? Also wer macht was und wodurch lasst ihr euch beim Songwriting inspirieren?
Michel schreibt die Songs, je nachdem zuerst den Text und dann die Melodie oder umgekehrt. Die Ideen entstehen überall, beim Busfahren, TV-Schauen und auch beim einsamen Rumhängen in irgendwelchen Bars. Michel schrummelt danach seine Songs im Bandraum vor und dann wird zusammen arrangiert. Es ist kein Schlagzeug und auch keine Basslinie vorgegeben. Daher tragen Lorenzo und Michael viel zur endgültigen Version bei. Lorenzo übernimmt zudem den Part des Produzenten und Aufnahmeleiters, Michael ist der kritische Geist und Drehbuchautor für unsere Videos. Er hat aber mittlerweile auch schon eigene Mundart-Songs geschrieben. Die kommen aufs nächste Album. Vielleicht.

Was ist eure Meinung zum aktuellen Schweizer Musikbusiness?
Wir gehören nicht zu denen, die sagen, dass früher alles besser war. Es gibt – und das ist schön – heutzutage genauso viel gute Musik wie eh und je. Man muss sie nur suchen und finden. Allerdings gibt es auch mehr Bands und weniger Leute, die bereit sind, für Musik zu zahlen. Wir sind daher unbedingt dafür, dass junge Leute wieder ihr ganzes Taschengeld für Musikkonsumation verjubeln. Und die Alten ebenso.

Was sind eure Wünsche resp. Ziele für die nahe Zukunft?
Wir möchten möglichst viele Konzerte geben (checkt mal unsere Konzerttermine unter www.dmoc.ch), noch bessere Songs schreiben, die nächste Scheibe aufnehmen, und natürlich die ganze Zeit im Radio gespielt werden. Ah ja, und berühmt werden.

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Konzerte
14. Mai 2017 – Café Zähringer Zürich
10. Juni 2017 – Rost&Gold Zürich