Team Rawk.ch stellt sich vor – Katrin

Es ist schon wieder Dienstag und an der Zeit, unsere Katrin vorzustellen. Katrin hat sich vor einem Jahr auf unsere Ausschreibung mit den Worten “Ich kann das!” beworben. Und ja, sie kann! Was sie alles für unser Medium macht, erzählt sie euch aber gleich selber:

Was ist deine Motivation, für rawk.ch zu schreiben und was ist deine Funktion?
Ich schreibe gerne, ich liebe Musik und bei rawk.ch beides zu verbinden ist für mich eine wunderbare Beschäftigung. Ausserdem finde ich es immer lustig mit Leuten zu diskutieren, die eine ähnliche Einstellung zur Musik haben. Ich schreibe Reviews und Previews, sammle die Lieder für die Playlist und schicke ab und an einen Newsletter raus.

Was machst du so, wenn du nicht gerade für rawk.ch Zeit investierst?
Die meiste Zeit geht tatsächlich für Konzerte drauf. Wobei drauf gehen da natürlich nicht die beste Wortwahl ist – shame on me. Ausserdem stehe ich auf schäbige Karaoke-Bars und im Sommer natürlich Festivals. Hin und wieder ziehe ich mir Joggingschuhe an, wenn ich mich denn überwinden kann. Ausserdem arbeite ich im digitalen Bereich.

Was für Musik finden wir auf deinem MP4-Gerätli/Plattenspieler/CD-Player?
Alles. Ich kann fast jedem Genre was abgewinnen, wenn die Lieder entsprechend gut sind. Vor allem aber findet man Punk und unsägliche Genre Begriffe wie Post-Hardcore und Indie-Rock. Ich mag aber auch Deutschen Rap und das ein oder andere Singer-Songwriter-Lied. Der Track muss mich einfach irgendwie bewegen, und das auch mit Lyrics. Ich bin Lyrics-Verfechterin und einen Song finde ich oft nur so gut, wie das, was da gesungen wird.

Welches ist deine Lieblings-Konzert-Location in der Schweiz und warum?
Ganz klar das Werk21 in Zürich. Nicht nur habe ich dort einige meiner mir immer in Erinnerung bleibenden Lieblingskonzerte miterlebt, ich liebe auch die Atomsphäre und natürlich die idyllische Location an der Limmat. Ausserdem mag ich die Grösse. Zu grosse Konzert Locations finde ich mühsam, zumal ich selten in der ersten Reihe stehe und dann oft nichts sehe. Letzte Woche war ich in der Samsung Hall, das sind mir zu viele Menschen. Die gehen mir irgendwann unglaublich auf die Nerven.

Was nervt dich am Schweizer Musikbusiness und was würdest du ändern?
Ich denke, dass Bands, die nicht ganz so poppig daherkommen, es viel schwerer haben, in den Medienfokus zu geraten. Veranstaltungen wie die Swiss Music Awards zum Beispiel, werfen ein Licht auf die Schweizer Musiker, in welchem wir als Nation von Musikern, die radiotaugliches Pop-Gedöns abliefern, dargestellt werden und entsprechend werden eher solche Musiker unterstützt. Ich finde nicht grundsätzlich, dass diese Musik bzw. Musiker schlechter sind als andere, der Fokus des Musikbusiness liegt aber ganz klar auf massen- und vermarktungstauglichem Material. Das finde ich schade, da es gerade in Genres wie Punk und HC meiner Meinung nach sehr viel Potenzial hat in der Schweiz.

Denkst du, dass Schweizer Musiker genügend Anerkennung bekommen?
Wie oben bereits beschrieben, ist dies meiner Meinung nach sehr Genre und Hype abhängig. Ich frage mich aber auch: wollen die meisten kleinen Bands überhaupt gross in den Medienfokus geraten und schweizweit berühmt werden? Ich habe manchmal das Gefühl, das viele Bands damit zufrieden sind, zusammen zu spielen, zu üben und ab und an ein Konzert zu spielen. Genau da sollte man auch den Fokus setzen. Unbekannten, kleinen Bands eine Plattform bieten um ihr können unter Beweis zu stellen – aber bitte nicht in Form von Contests, die unvergleichbare Bands miteinander vergleichen. Mit offenen Bühnen im Kleinen. Ich verstehe aber auch, dass Veranstalter über die Runden kommen müssen und dies wahrscheinlich mit solchen Veranstaltungen eher schwierig ist. Irgendwie ist alles ein bisschen ein Teufelskreis.

Spielst du selber auch in einer Band oder machst du sonst Musik?
Ich habe früher gesungen, jetzt aber nur noch unter der Dusche oder in schmuddeligen Karaoke-Bars an der Langstrasse. Ich höre lieber zu und schaue mir die Performance an.

Was hältst du von Streaming Diensten wie Spotify etc. und machst du davon Gebrauch?
Ich bin ein grosser Fan von Spotify. Die Kritik, das Künstler zu wenig entlöhnt werden, kann ich zwar nachvollziehen, aber im Gegensatz zu Youtube, etc., bekommen die Künstler nicht gar nichts. Zudem habe ich durch Spotify unglaublich viele tolle Bands kennengelernt, auf die ich sonst vielleicht nicht gestossen wäre.

Was hältst du von Instagram, Snapchat, Twitter und Co.?
Da ich sehr interessiert bin an den meisten Formen der Kommunikation finde ich diese Dienste spannend und in der heutigen Zeit unumgänglich. Allerdings mehr als Massenkommunikationsmittel für Firmen, Vereine und andere öffentliche Personen. Persönlich nutze ich sie selten bis gar nicht. Meinen Kopf in einen Hund zu verwandeln finde ich einfach mässig lustig. Aber auch das ist wohl schlussendlich Geschmacksache und ich möchte natürlich keinen Hundekopfverwandlungsenthusiasten vor den Kopf stossen.