So war’s beim 10-Jahr-Jubiläum von Metalmayhem im KiFF

So passierte es also: Metalmayhem, die Konzertreihe, welche uns in den vergangenen Jahren schon einige Highlights in der Futterfabrik in Aarau bescherte, feierte ihr zehn jähriges Jubiläum mit einem ordentlichen Fest. Auch wenn das Line-up vielversprechend und abwechslungsreich war, interessierte eigentlich doch nur eines: Die Farewell-Show der Schweizer Hardcore-Schwergewichte Cataract (Bild). Nach vier Jahren beschlossen sie, sich nun doch noch einmal für ein (vielleicht) allerletztes Mal auf der Bühne zu stehen und noch einmal richtig die Sau raus zu lassen.

Mit entsprechend grosser Vorfreude waren wir (Miguel und Andy)  dann Pünktlich im KiFF angekommen und sind nach einem Bierchen dann gleich hoch in den Saal, der für die erste Band schon erstaunlich voll war. Als erste Band grossen Saal standen Expellow auf der Bühne. Die Metalcore-Truppe um Sängerin Mik konnte das Publikum schon ordentlich aufheizen und sorgte mit melodiösen Riffs, fetten Bassbomben und charmanten Ansagen für eine gute Stimmung.

Das Ausverkaufte Kiff wurde nun immer noch voller, wir trafen viele Leute und es wurde geschwatzt und gelacht. So verpassten wir aufgrund vieler guter Gespräche leider die Hälfte des Konzerts von Life’s DecemberDie Progressive-Metal-Band spielte ihr Set souverän durch, doch etwas fehlte einfach: der Bass! Sorry Jungs, aber auch wenn die Gitarre acht Saiten hat, reicht es nicht, um der Musik einen ordentlichen Boden zu geben.

Und plötzlich war der Moment auf den alle gewartet haben gekommen: Der prallgefüllte Saal wurde dunkel und Cataract  starteten ihr Set mit unglaublichem Wumms! Schnell wird wieder klar warum sie als die Legenden der Schweizer Core-Szene betitelt werden: Die Altherren zeigten sich sehr sympatisch und unglaublich tight, auch die Setlist liess keine Wünsche offen. Sogar das berühmt-berüchtigte „With Triumph Comes Loss“ haben sie wieder ausgegraben, was für ein Erlebnis! Den Besuchern schien es auch gefallen zu haben, der Pit war jedenfalls stets in Bewegung, und auch die Texte wurden inbrünstig mitgesungen. Der ganze Spass war nach elf Songs, inklusive dem abschliessenden „Nothing’s Left“ leider auch schon wieder vorbei. Ein Konzert, an das man sich gerne zurückerinnern wird.

Dank der lieben SBB mussten wir Breakdown Of Sanity leider sausen lassen, schade!

Trotzdem: Was für ein gelungener Abend es doch wieder war, viele Freunde, gute Bands und eine Farewell-Show, die keiner so schnell wieder vergessen wird. Danke Metalmayhem, auf weitere Jahrzehnte voller Shows!

Foto: Martin Liebl