Review: Sons Of Morpheus – Nemesis

Da hat Mensch gemeint, dieses Revival sei nun doch schon länger vorbei (oder kommt’s schon wieder? Dann kläret mich auf, oh Wissende), plötzlich aber muss man sich fragen:
Wer ist es, der da 70er-Riff an 70er-Riff ins Jahr 2017 feuert? Die Sons Of Morpheus —  eine Schweizer Band, die schon Konzerte in ganz Europa (unter anderem eine über einen Monat lange Tour mit Karma To Burn) gespielt hat und die nun am 31.03.2017 ihr neues, zweites Album „Nemesis“ (via Deepdive Records) rausbringt. Der Name Programm? Nicht so ganz, denn weder wird man eingeschläfert, noch fühlt man sich irgendwie negativ konfrontiert; nein, da reiht sich gelungenes Riff an catchy Hook, immer schön kantig, mal noch ein wenig in Richtung 90er schielend, aber immer auch durchaus radiotauglich. Besonders schön: Wenn die richtig lärmenden Jams ausbrechen, das Schlagzeug von der Leine und der Fuzz bzw. das Wah auf die Gitarre los gelassen wird.
Man schaue sich doch einfach das neueste Video zu „Monotone“ an, das zwar etwas geradliniger daherkommt, aber nichtsdestotrotz in seinen Bann zu ziehen vermag.


Viel mehr bleibt da gar nicht mehr anzumerken ausser dem Klischee: Ist halt einfach ehrlicher, handgemachter Rock’n’Roll. Aber ist eben schon schön, also hör’s Dir an, wenn Du Led Zeppelin, Deep Purple, und alle anderen grossen Namen aus der Rockgeschichte magst. Aber erwarte keine Kopie, denn die Sons Of Morpheus vermeiden genau diese Plattitüden zum Glück!

VÖ: 31.03.2017 / Deepdive Records

Tracklist:

01. Black Knights
02. Down
03. Road To Nowhere
04. Free Soul
05. Cage
06. Monotone
07. Amanita Muscaria
08. Riding The Wave
09. The Old Man
10. My Everything
11.  The Sound Of Yours