5 Fragen an Comaniac

Thrash Metal ist tot, es lebe der Thrash Metal. Das haben sich die Aarauer Comaniac zu Herzen genommen und im Jahr 2012 fleissig angefangen zu proben. Und das hat sich ausgezahlt. In wenigen Tagen ist es soweit, am 7. April veröffentlichen sie ihre zweite Platte „Instruction for Destruction“. Aber das ist noch nicht alles, denn die Herren waren fleissig und haben schon am 22. März ihr Video zum Song „Coal“ veröffentlicht. Und wie das alles zu Stande kam, lassen wir sie gleich selbst erzählen:

Ihr habt auf eurer Facebook-Seite eine ziemlich ausführliche Biografie. Könnt ihr für unsere Leser kurz zusammenfassen, wie ihr euch gefunden habt?
Hallo zusammen! Die Thrash Metal-Band Comaniac wurde 2012 von meinem damaligen Schulkollegen Cédric (Drums) und mir, Jonas (Gesang, Gitarre), ins Leben gerufen. Es folgten zwei Demos innerhalb der ersten zwei Jahre und Konzerte im In- und Ausland mit Kultbands wie Coroner und Toxik. Nach unserem Debut Album „Return To The Wasteland“ (2015) hatten wir einige Besetzungswechsel in der Band, konnten uns aber schnell wieder davon erholen und spielten mit dem neuen Lineup Shows wie an den MetalDays 2016 in Slowenien mit Szenegrössen wie Testament, Exodus und Kreator.

Nun stehen wir wenige Tage vor unserem zweiten Release „Instruction For Destruction“, der am 7. April via SAOL und METALWORLD veröffentlicht wird (CD, Vinyl, digital). Natürlich können wir es kaum erwarten zu sehen, wie die neue Scheibe beim Publikum ankommt! Denn da ist schon ein ziemlicher Entwicklungsschritt feststellbar vom ersten zum zweiten Album.

Vorletztes Jahr gab es bei der Bandbesetzung eine ziemliche Veränderung. Hatte das Auswirkungen auf das neue Album und könnt ihr zur neuen Scheibe was erzählen?
Ja das ist so! Es war schon eine Entwicklung von der „Schulkameraden“-Band weg und hin zu einer musikalisch „farbigeren“ Band. Ich und Ray (Bass) konnten im April 2016 Valentin (Gitarre) und Stef (Drums) als neue Mitglieder vorstellen; beides sehr versierte und fokussierte Musiker mit einem tiefen Musikverständnis. Das brachte die Band natürlich musikalisch in neue Sphären mit vielen Möglichkeiten. Das hat sich im entwickelten Sound von Comaniac auf der neuen Scheibe festgesetzt und in meinen Ohren einen sehr eigenständigen Sound hervorgebracht. Besonders für das heutzutage abgestumpfte Verständnis für „Thrash Metal“ sehen wir uns schon auf einem ziemlich eigenen Weg gehend.

Thrash Metal hatte seinen Höhepunkt in den 80er Jahren. Merkt ihr, dass heutzutage andere Metalgenres eher im Trend sind?
Nun, wir halten nichts von „Trends“ im Metal, weil es unserem Verständnis von „Metal“ als Subkultur nicht entspricht. Das Wort sollte eigentlich nur als Beschrieb eines Annihilator Songs bekannt sein…

Aber gut, natürlich haben wir auch von diesen „Trends“ gehört und auch der Thrash Metal hatte in der allgemeinen „Retro“-Welle auch im Bereich Rock/Heavy Metal seine Trendphase vor einigen Jahren und vielleicht kann man behaupten, dass sie momentan noch etwas anhält. Eher beschäftigt uns die derzeitige Schubladisierung des „Thrash Metals“ in ein „n-za-n-za-n-za“-Musikgeholze. Besonders Thrash Metal hat heutzutage „strengere Vorschriften als die katholische Kirche“ wie es Martin Ain einst passend formulierte. Wir identifizieren uns da eher mit Thrash Metal als „musikalische Einstellung“ und nicht als Musikgenre.

Wie steht ihr zum aktuellen Schweizer Musikbusiness?
Nun, unterscheidet sich das Schweizer Musikbusiness entscheidend vom weltweiten Musikbusiness? Allgemein halten wir vom Musikbusiness das gleiche wie von unserem Chef bei der Arbeit. Das könnt ihr jetzt selber interpretieren wie ihr wollt…

Habt ihr Wünsche oder Ziele in der näheren Zukunft?
Mit dem Release unseres zweiten Albums am 7. April wollen wir die Scheibe mit möglichst vielen Live Shows und mindestens einer längeren Auslandtour promoten. Das sind sicher die näheren Ziele dieses Jahr, an denen wir arbeiten. Die erste Show folgt als Release Show am 8. April im Flösserplatz Aarau. Musikalisch sind wir natürlich immer individuell und als Band daran, Neues zu kreieren und besser zu werden. Das ist unser langfristiger Anspruch an uns selbst. Und nicht zuletzt wünschen wir uns, möglichst viele Metalheads mit unserer Musik zu erreichen. Deswegen bedanken wir uns beim RAWK-Team für diese Möglichkeit, uns vorzustellen. Vielen Dank!

Auch wir bedanken uns für die ehrlichen Antworten. Da bleibt nicht mehr viel zu sagen ausser: unten stehen die Shows verlinkt und zieht euch den Videoclip von Coal rein!

Konzerte
08. April 2017 Flösserplatz, Aarau
15. April 2017  Das O, Spiez
22. April 2017 Graffiti, Bern
27. Mai 2017 Open Hair Metal Festival, Balzers
27. Mai 2017 Kanes’ Karaoke, Beringen
26. Juli 2017 Musigburg, Aarburg