Review: The Smith Street Band – More Scared Of You Than You Are Of Me

Mit dem letzten Album „Throw Me In The River“ konnte die Smith Street Band bereits erste Erfolge verbuchen und mit Auftritten am Groezrock, Reading/Leeds und am Punk Rock Holiday hatten sie die Chance, ihre Mukke einem breiten Publikum vorzustellen. Drei Jahre später liegt nun das vierte Album vor und das hat Grosses im Sinn. Mit dem Quartett bestehend aus Jeff Rosenstock als Produzent, Jack Shirley als Techniker, John Agnello als Mischer und Greg Calbi, der für das Mastering zuständig war, konnten sie schon mal einige Grössen mit ins Boot holen.

Der erste Song „Forrest“ kommt ganz ohne irgendein langatmiges Intro gleich auf den Punkt und tritt ordentlich aufs Gaspedal. Leider hört es sich an als würde man eine Faust ins Gesicht bekommen und nach dem Fall nur noch eine von rauschen umgebene Stimme wahrnehmen. Alles was davon am Schluss noch hängenbleibt ist der hörfällige Refrain „I wanna kiss you on the mouth“. Zum Glück zieht sich das nicht durchs ganze Album. Bereits der nächste Song „Birthdays“ – den man schon im Vorfeld hören konnte – kommt wesentlich harmonischer rüber und klingt als stamme er direkt aus der Feder von Riot Before. Begleitet werden Smith Street hier von Multitalent Jeff Rosenstock an den Synthies und Gastsängerin Jess Locke. Weiter geht’s mit der ersten Single-Auskopplung „Death To The Lads“. Es ist der Vorzeigesong des Albums und gleichzeitig das Highlight. Der Refrain bleibt noch lange nach dem letzten Ton im Gehörgang.

More Scared Of You Than You Are Of Me“ fasst die vielen Facetten der Smith Street Band zusammen. Ihnen ist es gelungen das exzellente und melancholische Storytelling von Hauptsongwriter Wil Wagner mit einer Art Punk, den man am ehesten mit einer LoFi Version von Titus Andronicus vergleichen könnte, unter einen Hut zu bringen, leider fehlt auch auf diesem Release die Energie ihrer Shows. Wer die Smithies sowieso schon geil findet, kann bedenkenlos zugreifen, alle anderen greifen besser zu den oben erwähnten Bands oder lassen sich von der Livequalität der Smith Street Band überzeugen.


VÖ: 07.04.2017 / Uncle M Records

Forrest
Birthdays
Death To The Lads
Song For You
Passiona
Run Into The World
Shine
25
It Kills Me To Have To Be Alive
Suffer
Young Once
Laughing (Or Pretending To Laugh)