5 Fragen an Matteo

“Nowhereland” – so heisst die bereits erschienene Single von Matteos kommender EP “A Single Tree”. Weshalb er keinen Künstlernamen hat und wieso er die Schweizer Musikszene mag, erfahrt ihr hier:

Warum hast du dich entschieden, unter deinem eigenen Namen aufzutreten und keinen Künstlernamen zu wählen?
Um es kurz zu machen: Es mangelt(e) an Ideen. Vor zwei Jahren begann ich, als Singer-Songwriter einige kleinere Bühnen und Open Mics zu bespielen. Damals war ich noch mit meinem Vor- und Nachnamen als “Künstlername” unterwegs. Irgendwann fand ich dann wohl meinen Familiennamen zu wenig “cool” und habe ihn dann ganz einfach weggelassen. Seit dem bin ich schlicht als “Matteo” unterwegs. Natürlich wäre ein etwas tollerer Künstlername erstrebenswert, doch dazu ist es mittlerweile wohl schon zu spät und ich muss mich wohl oder übel mit meinem normalen Vornamen abfinden.

Deine neue Single beschreibst du als “typischen Radio-Popsong”. Ist dir wichtig, dass deine Musik radiotauglich ist?
Um Himmels Willen, nein… Mein Ziel ist es, Musik machen zu können, die mir Spass macht – dabei ist es mir nicht wichtig, ob die grosse Masse die Sachen gut findet oder nicht.

Die restlichen fünf Songs auf der kommenden EP sind definitiv weniger radiotauglich als “Nowhereland”; und es war im Prinzip pures Glück, dass beim Songwriting ein etwas poppiger Song entstanden ist, der sich als Single gut vermarkten lässt und die etwas breitere “Mainstream”-Masse anspricht. Da ist natürlich immer etwas Glück dabei – aber es ist selbstverständlich ein tolles Gefühl, den eigenen Song im Radio zu hören.

Du bist mit deinen 18 Jahren noch jung, denkst du das ist ein Vorteil im Musikbusiness?
Ich mag es grundsätzlich nicht, wenn jemand auf sein Alter reduziert wird. Deshalb sehe ich mein noch zartes Alter eher als Nach- statt Vorteil, denn stimmlich und musikalisch bin ich natürlich noch lange nicht so weit wie jemand, der seit zig Jahren auf Bühnen steht. Dazu fehlt mir schlicht einiges an Erfahrung.

Wenn ihr mit der Frage aber auf kreischende Teenie-Mädchen anspielen wolltet: die sind bei mir (Gott sei Dank) nicht vorhanden.

Denkst du, es ist schwieriger in der Schweiz Erfolg zu haben als Musiker (im Vergleich zu anderen Ländern)?
Im Gegenteil. “Die Schweizer Musikszene ist ein Dorf”, höre ich immer wieder, und dem kann ich hundertprozentig zustimmen.

Ich bin erst seit 2 Jahren in der Szene unterwegs und man lernt sehr schnell extrem viele Leute kennen und vernetzt sich, was es natürlich einfacher macht, etwas an Reichweite zu gewinnen. Dass mein Song nach dieser kurzen aktiven Zeit in der Szene bereits in einigen Radios läuft, was ich durchaus als (persönlichen) Erfolg bezeichnen würde, ist wohl ein gutes Beispiel dafür. Auf jeden Fall ist die Schweizer Musikszene extrem wundervoll, ich würde für kein Geld der Welt in einem anderen Land nochmals von vorne anfangen wollen.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
So oft und so viel Musik machen können, wie es irgendwie möglich ist. Natürlich wäre es schön, eines Tages irgendwie Geld mit Musik verdienen zu können, doch dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne und werde ich sehr wahrscheinlich auch nie erreichen – denn das tun die wenigsten. Im Sommer schliesse ich jetzt erstmal meinem Ausbildung als Informatiker ab, und dann nehme ich alles so, wie es kommt. Man ist ja spontan…

Seine EP “Going Nowhere” erhaltet ihr hier und wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr dort die neue EP auch gerade vorbestellen. Wer Matteo live erleben möchte, kann das hier:

20.05.2017 – Plattentaufe – Kellertheater im Vogelsang, Altdorf
26.05.2017 – La Madeleine, Luzern
02.06.2017 – Jenseits im Viadukt, Zürich

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