11.04.2017 – So waren Bury Tomorrow

Die Vorfreude war gross am 11. April, denn die Jungs von Bury Tomorrow besuchten uns wieder in der Schweiz. Mit dabei waren The Charm The Fury und Any Given Day. Und wenn ich auf die vergangenen Konzerte zurückblicke, so würde auch dieses wieder eine Wucht werden. Ich war gespannt, wie viele Leute wohl den Weg ins Dynamo finden würden an einem Dienstagabend.

Bei The Charm The Fury waren aber doch schon einige Zuschauer anwesend. Wir haben uns das Konzert von hinten aus angeschaut und alle, die vor dem Mischpult standen, machten Stimmung und feierten die Band. Und nicht nur das Publikum machte ordentlich Stimmung, auch die Sängerin feuerte die Menge so richtig an. Wieso sie in einem hautengen Netzoberteil auftreten musste, war mir jedoch nicht klar, denn mit ihrer sympatischen Art und dieser Powerstimme überzeugte sie auch ohne äusserliche Reize. Aber Oberflächlichkeiten sind schliesslich Nebensache und die amsterdamer Band legte mit ihrem Auftritt zwischen Metalcore und Post-Hardcore den Grundstein für einen tollen Konzertabend.

Als nächstes war Any Given Day an der Reihe. Mehr Publikum und mehr Bewegung war vorhanden und die Band hat richtig Gas gegeben. Wer sie schon einmal gesehen hat, weiss, dass Sänger Dennis live genauso präzise zwischen Growlen und Screamen zum Clean Gesangt wechseln kann, wie wir das von ihrer Scheibe kennen. Und der Mann hat nicht nur einen bemerkenswerten Bizeps, sondern auch eine ebenso umwerfende Stimme. Ihr djentlastiger Metalcore machte mächtig Laune sich zu bewegen, und die Clean Vocals zum Mitsingen. Auch soundtechnisch hatten wir nichts auszusetzen, es lief alles einwandfrei und war gut abgemischt.

Als dann Bury Tomorrow auf der Bühne standen, ging es richtig zur Sache. Schon nach zwei Songs fragte ein Fan in der ersten Reihe, ob er nicht ein Song mit ihnen spielen dürfte. Die Jungs von Bury Tomorrow waren erstaunt, aber holten den Jungen trotzdem auf die Bühne. Er packte sich die Lead Gitarre und haute rein. Die Zuschauer haben den jungen Mann mit ordentlichem Lärm unterstützt. Die Engländer schaffen es immer wieder, mich umzuhauen. Jedes Mal ballern sie ein unglaubliches Set mit so viel Sympathie hin. Ich verfolge die Band schon sehr lange und als sie uns das erste Mal in der Schweiz besucht haben, kam ich erst so richtig in die Szene. Sie spielten damals im Werk21 mit anderen Bands zusammen. Es ist toll, eine Band über mehrere Jahre verfolgen zu können. Es ist immer schön sie wieder zu sehen und mit ihnen zu quatschen. Zum Teil war der Sound leider nicht mehr so toll abgemixt. Man konnte Sänger Dani manchmal nicht wirklich hören, trotzdem war es ein total tolles Konzert.

Und selbstverständlich nahmen sich die Jungs und Mädels von allen Bands am Ende noch Zeit, um ein bisschen zu quatschen, alle zu drücken und ein Foto nach dem anderen zu schiessen. Hinter und neben dem Merchstand war der Andrang gross und es zeigt, dass eine Band sich wirklich für ihre Fans interessiert, wenn sie dich von vorigen Konzerten wiedererkennen und sich freuen, dass du wieder mit dabei warst. Dafür gibt es ganz viel Liebe von uns für Bury Tomorrow!