5 Fragen an Fabe Vega

Heute erfahrt ihr mehr über den Akustik Rocker/Singer Songwriter Fabe Vega. Er erzählt euch, woher sein Künstlername stammt und was er vom Schweizer Musikbusiness hält. Seine Musik ist hier erhältlich.

Woher kommt der Name Fabe Vega, gibt es eine Geschichte dahinter?
Vega ist der hellste Stern im Sternbild der Lyra, welcher mich schon immer fasziniert hat. Mit 17 Jahren hat mich für Musik und Astrophysik eine ähnliche Faszination gepackt und ich fand einige Parallelen zwischen dem Universum und der Musik. Da die Lyra der altgriechische Vorgänger der Gitarre war, fand ich es sehr passend, den Namen dieses Sternes in meinen Künstlernamen einzubauen. Ausserdem war Freddie Mercury ein grosses Vorbild von mir, was mich auch etwas auf die Idee brachte, einen Himmelskörper als Namen zu tragen. Im Teeniealter war die Tiefgründigkeit dahinter noch unglaublich wichtig und wegbestimmend, Fabe ist jedoch nur eine Abkürzung meines richtigen Namens.

Wie lange machst du schon Musik und wie bist du zu Fabe Vega gekommen?
Das kommt wohl auf die Definition von Musik an, geschrien habe ich schon am ersten Tag meines Lebens und benutze dieses Stilmittel in gewisser Form noch immer in meiner Musik. Man mag den Beginn von Musikmachen auch mit meiner ersten Gitarrenstunde im Alter von acht Jahren oder mit dem ersten selber geschriebenen Song mit 16 Jahren beschreiben. Aufgewachsen bin ich auf jeden Fall auf der Strasse, aus musikalischer Sicht zumindest. Ich habe lange Strassenmusik gemacht, oft alleine und in ganz Europa, bis ich dann meine grosse Liebe (ebenfalls aus musikalischer Sicht) Joel Allison (Bass) kennengelernt habe und wir uns die Strasse geteilt haben. Da wir immer öfter eingeladen wurden Konzerte zu spielen, entschloss ich dann 2013 mein erstes Album „Wake Me Up“ aufzunehmen, was man als die offizielle Gründung von Fabe Vega gelten lassen könnte.

Wie würdest du dich und deine Musik beschreiben?
Meine Musik würde ich mit leidenschaftlich, roh und ehrlich (direkt aus dem Herzen) beschreiben, aber das ist nur, wie sie sich anfühlt. Stilistisch gab es schon viele Bezeichnungen von Alternative Rock über Underground Pop bis zu Acoustic Rock und diese Bezeichnungen sagen mir etwa so viel wie jedem Musikkonsumierenden – also nicht viel. Man könnte sich auch den klassischen Singer-Songwriter vorstellen, eine ansehnliche Portion Energie dazu geben, das Ganze mit Rhythmik und Groove würzen und mit viel Passion live abschmecken. Man würde dann irgendwo zwischen Dave Matthews und Ed Sheeran landen, was das Ganze wohl gar nicht so schlecht trifft. Mich selber beschreibe ich eher selten, die einen oder anderen Adjektive, die meine Musik beschreiben, würden aber wahrscheinlich auch mich beschreiben.

Deine Meinung zum Schweizer Musikbusiness?
Soll ich ein Buch schreiben? Musik und Business gehören eigentlich nicht in das selbe Wort, das ganze Geschäftliche um die Musik ist absolut unmusikalisch und umgekehrt. Trotzdem herrscht selbstverständlich eine Symbiose zwischen den beiden. Das Business ist auf der ganzen Welt unglaublich schnelllebig geworden und ich habe das Gefühl, bei vielen steht der Erfolg im Vordergrund und nicht der Ehrgeiz, gute Musik zu machen. Gerade in der Schweiz fehlt mir aus musikalischer Sicht bei vielen etwas die Dringlichkeit und der Drive, wahrscheinlich weil es hier einfach ist an Geld zu kommen und zu überleben, ohne dass man die Musik so richtig vorantreiben muss. Auf meiner Tour sehe ich jedoch gerade sehr eindrücklich, dass es doch viele SchweizerInnen gibt, die gute Live-Musik schätzen und einige Bands, die dem mehr als gerecht werden. Ich denke Musik in der Schweiz hat grosses Potential, viele Menschen glücklich zu machen, ist aber im Moment noch zu sehr davon beeinflusst, was die Musikindustrie in anderen Ländern vorgibt.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Im Moment ist gerade vieles in Ordnung. Ich spiele viel zusammen mit grossartigen Musikern, an schönen Orten und für gute Menschen. Ich wünsche mir natürlich, dass das so weiter gehen kann. Grundsätzlich bin ich mehr der Moment-Mensch und der Blick in die Zukunft verwirrt mich, ich weiss aber, dass ich voll dran bleiben möchte, an meiner Musik feilen möchte, bis ich das Publikum so berühren, mitreissen oder inspirieren kann, wie das meine Vorbilder machen. Und ich wünsche mir, dass ich noch lange die Energie dazu haben werde und es ist natürlich auch schön, wenn die Energie weiterhin auch an den Konzerten wieder zurückkommt.

Apropos Konzerte: Wer Fabe Vega live erleben will, kann das hier tun:

29. April – AA Jam, Aardorf
28. Mai – Openair Bischofszell
9. + 10. Juli – Streetfestival Langenthal

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