Team rawk.ch stellt sich vor – Miguel

Dienstag nach Ostern. Wir haben unsere Osternestli gefunden und verdauen noch die letzten Eier. Heute stellen wir euch unsern Miguel etwas näher vor. Als er bei uns angefangen hat, durfte er noch nicht einmal legal Bier trinken. In welcher Location er sich am liebsten rumtreibt und was er sonst so macht, erzählt er euch aber gleich selber:

Was ist deine Motivation, für rawk.ch zu schreiben und was ist deine Funktion?
Ich habe rawk.ch schon längere Zeit verfolgt und fand es eine geniale Sache. Als dann Zuwachs für das Team gesucht wurde, wollte ich unbedingt dabei sein, da ich gerne schreibe und Musik in meinem Alltag sowieso allgegenwärtig ist. Wenn ich nicht gerade die Verlosungen von Metalmayhem mache, dann schreibe ich auch ab und an Reviews oder mache Interviews.

Was machst du so, wenn du nicht gerade für rawk.ch Zeit investierst?
Ich besuche momentan die Fachmittelschule in Solothurn. In meiner Freizeit dreht sich alles um Musik, sei es Konzerte besuchen, Musik hören oder selbst machen. Zudem organisiere ich mit einem Freund zusammen hie und da Konzerte im Kofmehl in Solothurn.

Was für Musik finden wir auf deinem MP4-Gerätli/Plattenspieler/CD-Player?
Puh, verschiedenes. Aufgewachsen bin ich vor allem mit verschiedensten Metal-Genres, auf Umwegen bin ich dann aber beim Hardcore gelandet, der mich unglaublich gefesselt hat. Sonst höre ich von Hip-Hop/Rap über Death Metal bis Indie Rock fast alles. Ausser Schlager und 0815-Radio-Gedöns – da hört’s bei mir auf.

Welches ist deine Lieblings-Konzert-Location in der Schweiz und warum?
Am liebsten bin ich in Zürich im Werk 21 oder im Ebrietas. In kleineren Lokalen kommt meist eine viel ausgelassenere Stimmung auf als an grossen Konzerten. Alles ist viel gemütlicher, man kennt einander und hat eine gute Zeit. Vor allem muss man nicht stundenlang an Garderoben anstehen.

Was nervt dich am Schweizer Musikbusiness und was würdest du ändern?
In meinen Ohren hört es sich meist so an, dass viele grössere Künstler der Schweizer Szene einander nur noch kopieren. Das finde ich ziemlich schade, da hart arbeitende Bands und Künstler mit Potenzial aussen vor bleiben. Vielleicht ist das aber auch besser so, sonst würden sie wahrscheinlich auch in dieses Copy/Paste Schema verfallen. Das ist zwar ein Problem, dass nicht nur in der Schweiz besteht, trotzdem fände ich es cool, wenn zur Abwechslung mal was Kreativeres, Spannenderes im Radio laufen würde als Lo & Leduc, Nemo und co.

Denkst du, dass Schweizer Musiker genügend Anerkennung bekommen?
Naja… Es kommt drauf an. Die grossen Künstler der Schweizer Musikerszene bekommen sicher grossen Zuspruch ihrer Fans. Leider beschränkt sich der Horizont vieler aber nur auf das, was gerade im Radio läuft. Viele interessieren sich nicht mehr wirklich für Musik, dementsprechend wird auch viel weniger Aufwand betrieben um neue Musik selbst zu entdecken. Deshalb denke ich, dass kleinere Schweizer Künstler mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Spielst du selber auch in einer Band oder machst du sonst Musik?
Ich spiele hauptsächlich Schlagzeug bei meiner Band Deconvolution. Nebenbei ertappe ich mich immer wieder beim ungezwungenen „Akkördlischrummle“ auf der Gitarre, mehr ist da aber auch nicht.

Was hältst du von Streaming Diensten wie Spotify etc. und machst du davon Gebrauch?
Ich brauche es selber nicht, finde es aber an und für sich eine gute Sache. Klar haben die Musiker finanziell nicht viel davon, die Reichweite ist aber riesengross und durch all diese Playlists und Empfehlungen kann man viele neue Künstler entdecken.

Was hältst du von Instagram, Snapchat, Twitter und Co.?
Auch wenn viele Leute soziale Netzwerke in meinen Augen zu viel nutzen, finde ich gerade Facebook eine tolle Möglichkeit, um bei Bands auf dem Laufenden zu bleiben. Man erfährt wann und wo sie auf Tour sind, neue Alben und so, das finde ich super. Auch Instagram hat seine Vorteile und Snapchat ist ein witziger Zeitvertrieb. Was mich aber ein bisschen stört an der ganzen Sache sind diese übertrieben dramatischen Beziehungssprüche und Tränenendrüsenvideos, aber damit muss man heutzutage wohl leben können.

Foto: Makesfa