I need the Deftones-plugin! – Gastschreiber Sky war in Zürich vor Ort

Nach langer Vorfreude pilgerten meine Bandhomies und ich also am Freitag, 21. April in die Halle 622 nach Zürich, um uns die Deftones anzuhören. Wir entschieden uns, wieder einmal die SBB zu berücksichtigen, auch um allfälligen Promillegrenzen-Diskussionen zu entgehen.
Vom Bahnhof Oerlikon waren wir in zwei Minuten bei der Halle 622 und unser Bedürfnis, die Blasen zu leeren (SBB = gemütlich = Bier) konnten wir ohne grosse Suche gleich befriedigen. Alles ist äusserst übersichtlich und praktisch eingerichtet in dieser Location.

Pünktlich begannen die Opener mit ihrem Set. Wir latschten einige Minuten verspätet in die Halle und lernten Skyharbor kennen. Die fünf Jungs aus Indien und England lieferten eine solide Show ab. Auf technisch sehr hohem Niveau schmetterte die Band ihre Songs ins Publikum. Gemäss Wikipedia nennt man das, was die machen, „Progressive-Metal“. Auf jeden Fall beeindruckte uns dieser Sound, auch wenn er teilweise etwas monoton daher kam. Sicher eine Band, die wir weiter auschecken müssen!

Skyharbor

Auch wieder pünktlich, um 21:15 Uhr, latschten die Herren von Deftones beiläufig auf die Bühne. Eigentlich lief noch ein geiler Electrotrack und niemand begriff so richtig, dass es nun losgehen sollte. Frank, der Mann an den Turntables, Samples und Keys drehte den Track runter und dann ging es ohne grosses Tamtam los. Einfach mal so unverhofft mitten in die Fresse rein! „Yes, f*** YES!!!“, dachte ich und begann meinen Kopf zu bewegen. Bei den ersten drei Songs war leider der Mix etwas, exgüse, beschissen, aber es wurde immer besser und die Energie der Deftones war wie immer bis in die hinterletzte Pore spürbar. Auch legendär waren die wehenden Haare des Gitarristen Stephen mit seinen 7/8-saitigen Gitarren und des Drummers Abe, welchen Sänger Chino mit „Mr. Cuningham“ ansprach. Der Frontman wickelte sich wie immer ins Mikrofonkabel ein und sang und schrie solide seine Parts. Meine Highlights waren Songs wie „Swerve City“, „Tempest“, „Rosemary“ und „You’ve Seen The Butcher“. Gegen Ende der Show steigerten die Jungs ihre Pace und dann wurde sogar mal bis hinten ans Mischpult gepogt. Die Stimmung war sehr geil in der Halle. Wir Schweizer geniessen wohl etwas mehr, als dass wir ausrasten, denn Chino meinte noch so „You are very polite“. Aber alles in allem war die Stimmung sehr gut und steigerte sich kontinuierlich.

Deftones

Fazit: Bier gut, Preis zu hoch, Stimmung gut, DEFTONES DER ABSOLUTE HAMMER (so gut, dass wir am Tag darauf alle ihre Platten hörten und ich mir sage: „Ich möchte heute gleich wieder an ihr Konzert gehen!“), Akustik Halle 622 nicht optimal, letzte Züge der SBB fahren viel zu früh, GEILER ABEND!

Text und Fotos: Lukas (Sky) Breitenstein