28.04.2017 – Madball in der KuFa Lyss: so war’s!

Seit nun schon etwa zwei Jahren bin ich dem Hardcore völlig verfallen. Doch trotz der grossen Live-Präsenz von Madball in der Schweiz, konnte ich die New Yorker noch nie live bestaunen. Umso erfreuter war ich also, als ich endlich vor der KuFa in Lyss ankam, nachdem das Auto unseres Fahrers noch einen spontanen Batteriewechsel erfahren musste.

Aufgrund dessen habe ich auch den grössten Teil des Sets von Imperio verpasst. Die letzten drei Songs hatten es aber ordentlich in sich. Hardcore auf Spanisch, schön in die Fresse, leider aber auf einer viel zu grossen Bühne mit viel zu viel Platz vorne dran. Freu mich schon, die Jungs wieder einmal in kleinerem Rahmen zu sehen, da kommt ihre Energie noch viel intensiver rüber.

Etwa gut 20 Minuten später betraten Hunted Like Thieves die Bühne. Der Saal war nun schon recht gefüllt und der Sound war fett. Die gejagten Diebe legten ein ordentliches Brett hin und gaben sich sichtlich Mühe, die breite Bühne auszufüllen. Und das gelang ihnen mit ihrem energiegeladenen Hardcore auch! Etwas schade, das trotz Aufforderung des Sängers Christian weiterhin ein grosses Loch vor der Bühne war.

Nach kurzer Pause ging es dann schon wieder weiter mit Safe State und die Züri Youth-Crew Boys mit Ersatzgitarrist Andy von Invoker lieferten trotz Soundproblemen eine ziemlich geile Show ab! Wiederum fiel mir auf, dass die Location für meinen Geschmack viel zu gross war, trotzdem wurde hie und da ein bisschen mitgesungen und es gab Bewegung, die Leute wachten langsam auf.

So geschah es also: Nach einem gefühlt zweistündigen Soundcheck stand die NYHC-Legende Madball auf den Brettern. Top-Sound, motivierte – wenn auch ein bisschen zu routinierte – Band und Bombenstimmung im Haus. Vom ersten Song an gleicht der Platz vor der Bühne einem Schlachtfeld, aber alles im friedlichen Rahmen. Mir sagt diese Art von tanzen zwar nicht so viel, ich hätte mich gerne auch ein bisschen bewegt ohne gleich weggeschubst zu werden, aber egal, solange die Leute Spass haben passt das ja. Musikalisch gabs keine grossen Überraschungen im Set, Altes wie Neues war alles dabei. An dieser Stelle noch ein kleines Kompliment für das Safe State-Shirt von Sänger Freddy! Leider musste ich die feuchtfröhliche Pogo-Party nach einer halben Stunde schon wieder verlassen, um noch irgendwie nach Hause zu kommen. Lustig war’s!

Veranstalter: Macbeth Joker Stage