15.-17.06.2017 – Das B-Sides ruft!

Die meisten Festivals sind so: Bühne hier, Zelte da, Standart Foodstände dort drüben. Das B-Sides ist anders. Ganz anders. Also wirklich komplett anders. Denn die Veranstalter dachten sich nicht „oh hübsches flaches Feld, perfekt für ein Open Air!“. Sie dachten grösser, sahen den Sonnenberg in Luzern und beschlossen auf dem obersten Spitz ihr Fest zu veranstalten. Natürlich sind immer noch die Bühnen hier und die Zelte da. Aber von Standart Open Air Feeling ist nichts zu spüren.

Seit Beginn ist das Essen am B-Sides berühmt für seine Qualität. Und das ging soweit, das es ein B-Sides Kochbuch gab. Und für die Qualität kann ich seit letztem Jahr bürgen. Das lohnt sich schon fast nur wegen des Essens auf den Sonnenberg zu wandern. Das ganze Menü findest du übrigens schon jetzt im Netz.

Natürlich hat das Open Air noch viel mehr zu bieten. Musik zum Beispiel. Und wie jedes Jahr sind es Künstler aus diversen Musikrichtungen und diversen Ländern. Meistens kenne ich nur ein oder zwei Musiker aus dem Line Up. Aber so fühlt sich der Abend wie eine Wundertüte an. Und jede dieser handverlesenen Bands lohnt sich anzuhören. Dieses Jahr sind unter anderem Künstler wie Zeal & Ardor, Egopusher, Moon Duo, Ata Kak und a=f/m. Kennst du sie alle? Ich auch nicht.


Aber es wird nicht nur Kunst in Form von Musik unterstützt und gezeigt. Mit dem „Project of Hope“ unterstützt der Verein B-Sides dieses Jahr ein Projekt der Performancekünstlerin Jessica Huber und dem englischen Künstler James Leadbitter. Und auch für die kleinen Besucher wird gut gesorgt. Am Samstag ist Familientag und es gibt vergünstigte Familientickets. Als Zückerli oben drauf wird das diesjährige Festival nur mit Naturstrom versorgt. Ein Hoch auf die Umwelt.

Die Anfahrt ist recht simpel, bevorzugt sollte der ÖV benützt werden. Die Parkplätze sind auf dem Bergspitz knapp bemessen. Es wird auch dieses Jahr wieder ein B-Sides Shuttle geben, der vom Gelände bis zur Busschleife in Kriens fahren wird. Beim Sonnenbergbändli wird wie jedes Jahr ein Veloparkplatz eingerichtet. Wie schon erwähnt kann auch gezeltet werden. Dies müsstet ihr aber schon im Vornherein reservieren, denn auch dieser Platz ist begrenzt.

Das einzig Negative an der ganzen Sache: alle Zwei- und Dreitagespässe sind schon ausverkauft. Aber einzelne Tickets für Donnerstag (50.-), Freitag und Samstag (je 55.-) sind noch zu haben. Also schnell noch eins kaufen, bevor auch die weg sind. Für alle Infos, Timetable und sonstige Fragen könnt ihr die Website befragen. Und wenn ihr keine Fragen habt: schaut sie euch trotzdem an. Die ist jedes Jahr wieder spitzenmässig.

Foto: Silvio Zeder