Wir waren am Noise Fest 2017

Für mich und Vera ging es am Samstag Abend nach Zug in die Galvanik. Das Noise Fest führte uns dort hin und wie es uns mit den vier Bands gefallen hat erzählen wir euch jetzt. Aber vorneweg schon mal zur Galvanik: ein Konzerthaus, bei welchem ich mir wünschte, öfters an Konzerten zu sein. Der Sound war gut abgestimmt, nicht zu laut und sehr klar. Die Lichtshow war ebenfalls nicht von schlechten Eltern, bzw. schlechten Lichttechnikern.

Als wir in der Galvanik angekommen waren, standen Lotrifiy schon auf der Bühne. Es waren noch nicht so viele Zuschauer im Saal, wie ich mir das für eine solche Band gewünscht hätte. Mit ihrem Melodic Metal und allem voran der Stimme des Sängers überzeugten sie die anwesenden Personen. Ich wünschte mir, es gäbe mehr Sänger, die so mühelos zwischen Cleanvocals und Screams wechseln können. Die Band scheint sehr gut aufeinander abgestimmt zu sein und wir wurden von der Energie der Jungs angesteckt. Aber wer seit 2008 zusammen Musik macht, kennt sich wohl auch gegenseitig wie die eigene Westentasche.

Die zweite Band war Insanity. Es war mein erstes Konzert von ihnen (ich weiss; shame on me) und ich verstand nun auch, wieso Vera dauernd an Insanity-Konzerten rumhängt. Die Herren aus dem Entlebuch gehen ab wie ein Zäpfchen. Das Publikum war nun schon ein bisschen gewachsen und die, die da waren, fühlten es richtig. Neben den altbekannten Liedern gab es auch ein paar neue Songs vom kommenden Album zu hören. So spielten sie den Titeltrack „Toss a Coin“ und auch „Down“, zu welchem es seit kurzem ein Musikvideo gibt. Das einzige, was ich nicht ganz verstanden habe, ist, wie man seine komplette Ausrüstung, inklusive Kleider, vergessen kann. Lieber Tobias, erklär uns das doch bitte kurz.

Als nächstes stürmten die Gastgeber Mindcollision die Bühne. Mittlerweile waren auch schon ein paar Nasen mehr da und es konnte los gehen. Den Musikstil von Mindcollision mag ich total. Erinnert mich irgendwie an die Zeit, als ich angefangen habe Limp Bizkit zu hören. Ich möchte damit aber nicht sagen, dass sie sich wie Limp Bizkit anhören, okay? Den Leuten hat es auch gefallen und als dann der DJ in die Menge hüpfte und ein bisschen Stimmung machte, ging’s erst recht los und die Bewegung in der Crowd blieb konstant bis zum Schluss des Sets – eine tolle Band. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Jungs für die tolle Organisation und die Einladung bedanken.

Ich war gespannt, was Hacktivist auf die Bühne bringen. Nach drei tollen Schweizer Bands mussten sie ordentlich Gas geben. Der Raum war dann auch ziemlich voll als die Engländer die Bühne betraten. Auch wenn ich den Sound cool finde, konnte es mich irgendwie doch nicht richtig packen. Ich weiss nicht ob es daran lag, dass ich unglaublich müde war, doch es wurde nach drei, vier Songs fast ein bisschen langweilig. Es schien auch sehr routiniert abzulaufen. Die meisten Zuschauer konnten sie aber mit ihrer Musik und Live-Performance in ihren Bann ziehen und sorgten für viel Bewegung in der Mitte des Saales.

Foto: AnshixArts