Tag 1 am Greenfield Festival 2017 – Sonne. Alphornbläser. Metal.

Der erste Tag des Greenfield Festivals 2017 ist Geschichte. Wir reisten bereits am Mittwochnachmittag mit unserem Bus an und waren sehr gespannt auf den neuen VIP- resp. Pressebereich für Wohnmobile. Im letzten Jahr fanden wir da ja aufgrund der andauernden Regenfälle ein ziemliches Chaos vor. Aber hey, die Greenfield Menschen haben daraus gelernt und jetzt ganze Arbeit geleistet! Bewachter Eingang, Einweisung auf den Wohnmobilplatz, saubere WC-Anlagen und wunderbare, geheizte Duschen. Sogar eine Bar und eine Lounge gibt es da. Camping deluxe, chapeaux!

Bei heiter Sonnenschein und dementsprechend warmen Temperaturen konnte es also mit den obligaten Alphornbläsern losgehen. Auch Pierce The Veil haben sich vor der Bühne versammelt und den traditionellen Klängen gelauscht. Bei Nickelback, ähm nei, Überyou (ups, falscher Bühnenbanner *chch*) fanden schon einige Festivalbesucher den Weg vor die Jungfraustage. Sänger Ian surfte mit einem aufblasbaren Einhorn über die Menge und schrie sich die Lunge aus der Seele.

Danach rockten Against Me! mit Sängerin Laura Jane Grace die Hauptbühne. Ich sah die Truppe zum ersten Mal und fand sie ziemlich beindruckend. Laura hat eine faszinierende Bühnenpräsenz! Bei Sum 41 hatte das PA leider einen Sonnenstich oder bereits einen Kater. Es hatte gefühlte fünf Hänger pro Song und verlieh dem ganzen Set leider einen faden Beigeschmack. Schade um die eigentlich tolle Performance der Band. Bei Pierce The Veil auf der Eiger Stage war die Band vor lauter kreischenden Fan-Girls kaum zu hören. Ist aber auch verständlich, ist wirklich eine gutaussehende Band. Und spielen können sie auch. Nach ausführlichem Abendessen und ein paar Bierchen hab‘ ich kurz bei A Day To Remember reingehört, aber das schien nicht unbedingt Jeremy’s Tag zu sein (wie auch schon vor zwei Jahren). Also holte ich mir kurz ein paar Mini Donuts und machte mich auf den Weg Richtung Eiger Stage, wo kurz darauf You Me At Six eine super Show ablieferten. Das war schon mal ein musikalisches Highlight und die Dance Moves von Sänger Josh werden in Erinnerung bleiben…

Am späteren Abend zog es mich aus irgendeinem Grund zu Suicide Silence, aber diese Mukke ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig – und vom Pig Squeal üben wollte meine Stimme versagen. Also ging’s rüber zu In Flames und das hat sich gelohnt! Auch wenn die Band fast ausnahmslos alle zwei Jahre am Greenfield spielt und auch den Ruf als eine der besten Livebands geniesst, so  brachial hab ich die Band noch nie gesehen. Im Vorfeld war ich nicht ganz überzeugt, ob sie wirklich einem Headliner-Slot gerecht werden, aber was sie hier ablieferten, sucht definitiv seinesgleichen. Ultrafetter und glasklarer Sound bis in die hintersten Reihen, sympathische Performance und gute Songauswahl. Was für ein Abschluss des ersten Festival-Tages in diesem Jahr!

Weitere Fotos werden folgen!