Tag 3 am Greenfield Festival 2017 – Circlepit. Rülpser. Endspurt.

Frank Carter

Samstag am Greenfield Festival, die Sonne brennt vom Himmel und die Stimmung ist immer noch top! Ich startete den Tag mit bitzeli Arbeit erledigen und Kaffee trinken, danach zog es mich zu Frank Carter & The Rattlesnakes. Offen gesagt hatte ich null Ahnung, was die für Sound machen und somit liess ich mich überraschen. Oha, dieser Frank ist aber unglaublich sympathisch und scheute den Kontakt mit dem Publikum nicht. Bereits am Anfang des Sets sprang er in die Menge und verweilte dort eine Weile. Er schaffte es sogar, bei brütender Hitze die Menschen zum Frühsport zu animieren: ein Circlepit bis hinters Mischpult! Kurz nach dem Auftritt hatte Frank übrigens ein Interview mit Vera und Katrin – bald hier zu lesen! Die Mädels trafen am Nachmittag auch Kraftklub auf einen Schwatz. Was dort in Erfahrung gebracht wurde werden wir euch selbstverständlich auch nicht vorenthalten.

Aline und Jasmin trafen Schweizer Bands beim Camping Frühstückszelt, die sich für unseren Instagram-Account in Szene setzen wollten. Ein paar habt ihr vielleicht schon in der Story gesehen, es werden aber noch weitere folgen. Checkt mal www.instagram.com/rawk_ch.

Auf der Eiger Stage gaben sich Red Sun Rising die Ehre. Ich hab da im Vorfeld mal reingelauscht und fand, dass das ganz passabel klingt. Na ja, live war das dann aber leider nix. Die Band wirkte auf mich nicht sehr sympathisch und musikalisch langweilten sie mich. Also machte ich mich auf in den Planetspade Shop auf dem Freak Market. Dort hab ich mich mit Kaspar Kupferschmid auf ein Interview verabredet. Ich wollte herausfinden, wie es heutzutage abläuft, wenn man einen Stand am Greenfield Festival betreibt. Auch darüber werdet ihr in den kommenden Tagen mehr erfahren.

Nach einem heissen Burger verschlug es mich zu Emil Bulls, was ich im Nachhinein besser hätte sein lassen. Was war denn hier bloss los? Der Award für den schlechtesten Auftritt am Greenfield 2017 wäre hier angesagt. Schlechter singen geht kaum, schlechter spielen geht nicht, mieserer Sound vor der Bühne geht auch kaum. Ob da wohl zu viel Alkohol im Spiel war? Der riesen Rülpser ins Mikro von Sänger Christ fand ich echt auch etwas respektlos. Na ja, immerhin waren sie beim Interview mit Aline und Steffi sehr sympathisch.

Aber nun genug der bösen Worte, es spielten ja auch noch Bands wie Kraftklub. Vorab: ich war nicht dabei, aber Vera war an vorderster Front anwesend und hat sich die Stimme heiser gesungen und viel Staub in die Lunge bekommen. Das Publikum feierte mindestens genauso mit wie unsere Vera, das hörte man noch weit weg auf dem Campingplatz.

Bis am späten Abend war es nun ein wenig ruhiger für mich, schliesslich werden meine Beine nach drei Tagen Festival auch ein wenig schwerer. Erst am späten Abend pilgerte ich, wie unzählige andere auch, zu Breakdown Of Sanity, die sich bekanntlich Ende 2017 auflösen werden. Eindrücklich, wie viele Leute sich vor der Eiger Stage versammelt hatten, um den letzten Greenfield-Moment dieser Band mitzuerleben. Ebenso eindrücklich waren die ersten paar Songs. Die Berner wissen nun mal, wie man Breakdowns auf den Punkt bringt.

Nach wenigen Minuten musste ich mich Richtung Jungfrau Bühne bewegen, denn Blink 182 durfte ich nicht verpassen! Hach, wenn jeder Song ein Hit ist und es absolut keine Rolle spielt, dass nicht alles perfekt ist. Der Gesang sitzt selten, ein paar Töne hauen sie immer daneben und die Show ist alles andere als ins Detail einstudiert. Und genau das macht sie für mich so sympathisch. Klar, ein Vergleich zu In Flames am ersten Tag darf man gar nicht erst wagen, aber das muss man auch nicht. Für mich ein wunderbarer Abschluss des diesjährigen Greenfield Festivals!

Kleines Fazit über die drei Tage:
Wetter top, Organisation nahezu perfekt, nette Greenfield Menschen, freundliche Security mit viel Geduld, friedliches Publikum, mein Lieblingsbier an jeder Bar, tolles Essen, interessante Interviews mit sympathischen Musikern und ein sensationelles rawk.ch-Team! Merci und much love.