5 Fragen an Strain of Madness

Die 2010 gegründete Berner Band Strain of Madness hat schon einige Besetzungswechsel erlebt. In ein Genre lassen sie sich nicht drängen; sie selbst nennen ihren Musikstil „dirty and high octane Rock’n’Roll“ – meine Zustimmung haben sie. Mit den Jahren und der finalen Bandbesetzung haben die Jungs jedoch über die Zeit ihren Stil festgelegt und 2015 ihr Debütalbum „Dancing with the Dead“ herausgebracht. Aus ihren bereits sieben Jahren Bandbestehen haben die Herren uns einiges zu berichten:

«Strain Of Madness», ein Hang zum Wahnsinn. Wie kam es zu diesem Bandnamen? Steckt da eine Geschichte dahinter oder ist das eher ein Motto?
Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen mit dem Bestimmen eines Bandnamens. Jeder von uns hat seine Ideen eingebracht. Als wir letztendlich rund zehn Namen hatten, die uns passen würden, machten wir eine Abstimmung. Die letzten, die übrig blieben waren Strain of Madness und Special Guest. Da Letzteres leider schon an eine andere Band vergeben war, entschieden wir uns für Strain of Madness. Und heute lassen wir uns gerne von unserem Namen leiten, wenn wir Konzerte spielen und neue Songs schreiben.

Wie habt ihr als Band zusammengefunden?
Die ersten Mitglieder der Band waren David de Bernardi (Gitarre), Mario Karamesinoski (Bass), Almir Terzic (Schlagzeug) und Jonny Jaggy (Sänger). Wir kommen alle aus dem Bäderdorf Leukerbad und hatten früher schon eine Band (The Kompressors) zusammen. Über eine Annonce haben wir dann noch Stefan Gerber kennengelernt und haben ihn sofort ins Herz geschlossen und als Gitarrist aufgenommen.

Mario hat uns dann verlassen und sich Sweetly Insane angeschlossen. Auch nach einigen Castings fanden wir leider niemand Passendes. Erst auf einem Konzert von uns lernten wir unseren Schweden Gery Ericsson kennen und nach einigen gemeinsamen Jam-Sessions war er unser neuer Mann am Bass. Nach einigen Konzerten verliess uns Almir Terzic und wir suchten mehr als ein Jahr nach einem neuen Drummer. Bis Marc Ricci sich bei einem unserer Castings durchsetzte und unser neuer Drummer wurde. In dieser Formation haben wir auch unser Erstling „Dancing with the Dead“ aufgenommen und die Bandkonstellation ist seither konstant.

Ihr seid jetzt doch auch schon sieben Jahre im Schweizer Musikgeschehen unterwegs. Hat sich in dieser Zeit etwas grundlegend verändert? Was haltet ihr vom Musikbusiness in der Schweiz?
Das Musikbusiness ist für neue Künstler leider nicht wirklich gut. Wenn du als Band, sagen wir 80 Bewerbungen, schreibst, bekommst du vielleicht fünf Antworten und meistens keine Zusagen. Vieles in dieser Branche läuft über Beziehungen und wenn du diese nicht hast, ist es sehr schwierig etwas an Land zu ziehen. Leider ist es so, dass sich die Zuschauer nur auf die grossen Bands stürzen und diese Konzerte immer schneller ausverkauft sind. Unser Wunsch ist, dass die Leute mehr an Konzerte der kleinen Bands gehen. Diese brauchen die Unterstützung und bei denen geht es auch nicht ums Geld sondern um den Gig an sich. Es gibt viele grossartige Bands in der Schweiz, von denen keine Sau eine Ahnung hat. Leider sind nicht nur die Veranstalter (es gibt natürlich einige Ausnahmen) nicht gewillt, etwas für unbekannte Musiker zu tun sondern auch unser liebes Radio in der Schweiz, (auch hier gibt es Ausnahmen, Besten Dank an RABE für das Spielen unserer Songs) das lieber jeden vermeintlichen anderen „Hit“ spielt anstatt sich mal mit etwas Gutem zu Beschäftigen.

Ihr habt auf eurer Website ein Band Member-Rating. Warum denn das?
Haben wir das? Ich glaube das war einfach Teil unserer Vorlage, mit der wir die Seite erstellt haben. Das ist nicht wirklich aussagekräftig. Wenn man über uns informiert sein möchte, tut man dies am besten über unsere Facebook-Seite.

Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?
Wir sind momentan sehr beschäftigt mit neuen Songs. Für die neue Platte haben wir uns dem Stoner-Rock verschrieben. Diese neuen Impulse werden wir erstmals diesen Sommer am Waldrock und am Than Rock unserem Publikum vorstellen und sehen, wie sie darauf reagieren. Wir versprechen uns noch mehr Auftritte, weil dies die beste Bestätigung unserer Leidenschaft ist. Also liebe Veranstalter, wir sind bereit eure Bühnen zu rocken. Nächstes Jahr werden wir dann wieder ins Studio gehen und die Songs für die Ewigkeit sichern.

Ich glaube, jede Band wünscht sich eine Art Durchbruch. Falls es gelingt, wäre das der Musik-Olymp und falls nicht, lassen wir uns sicher nicht unterkriegen.

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Konzerte
28.07.2017 – Than Rock 2017
29.07.2017 – 23. Waldrock Openair