Tag 3 am Rockshot Festival – Grande Finale

Auch am dritten und zugleich letzten Festivaltag begab ich mich nach Sumiswald. Die letzte Nacht steckte noch in meinen Knochen, denn die Party nach unserer Show am Freitag war feuchtfröhlich und lang. Oben beim Schützenhaus angekommen, war das jedoch bereits wieder vergessen. Die erste Band des Abends, Yabba & Noise Factory, verpasste ich leider, doch mir wurde geflüstert, dass die Jungs eine gute Show hingelegt haben. Mein erstes Highlight des Abends: The Heiniger. Interessanter Humor, gelebte Emmentaler Urigkeit und viel Witz in den Liedtexten. Ein geglückter Einstieg in den finalen Rockshot Tag.

Während The Heinigers, begannen Fueled By Grace mit dem Aufbau ihres Equipments. Gitarrist Mack Schildknecht hat auch für diese Show seine Torpedos eingepackt und kombinierte diese mit zwei unterschiedlichen Marshall Amps. Mit dieser, in unseren Breitengraden eher seltenen Lösung, schaffte er auch in Sumiswald eine ordentliche Gitarrenwand. Fueled by Grace starteten mit einem Intro ab Band, das von Polizeisirenen über tiefe Basssounds bis hin zu einer Rede alles beinhaltete. Auch wenn das PA damit zeitweise etwas überfordert war, fand ich es ein interessanter Start. Leider nutzten die Jungs den erzeugten Spannungsbogen nicht wirklich und ihre Live-Performance begann mit einem Song, der zwar in sich gut war, jedoch mit dem Intro eben irgendwie gar nicht harmonieren wollte. Egal, die Show war gut, die Jungs zeigten, was sie drauf haben und das Publikum dankte es ihnen mit Applaus. Bereits ging es in die nächste Umbaupause.

Von Meier Müller kann ich leider wiederum wenig erzählen, denn ich war Bier holen und das war am Rockshot Festival keine Angelegenheit von ein paar wenigen Minuten. Mit dem Bier in der Hand und einem Schwätzchen hier und da, war die Umbaupause schon vorbei und die absoluten Headliner des Festivals standen startbereit auf der Bühne. Die Rede ist von Death By Chocolate. Wenn man den Besucheraufmarsch am Samstag als Referenzwert nimmt, konnte man feststellen, dass das Emmental heiss auf DBC war. Die Bieler Combo wusste das zu schätzen und liess sich mit ihrer Darbietung wahrlich nicht lumpen. Alle Besucher wurden Zeugen einer tollen und energiegeladenen, jedoch auch relativ lauten Show.

Auch die nächste Umbaupause ging dummerweise nicht für Hot Running Blood, sondern fürs Bier holen und Plaudern drauf. Ich habe aber die Truppe noch in guter Erinnerung vom letztjährigen Rockwall Festival, weshalb ich davon ausgehe, dass sie am Rockshot Festival ebenso ihre Fans begeistern konnten.

Zum Abschluss des dreitägigen Events stand Can Of Beans auf der Bühne. Für die Band war es ein Heimspiel und dieses haben sie sichtlich genossen. In bester Erinnerung bleiben mir die Cover Versionen von System Of A Down und Rage Against The Machine.
Damit war das Festival musikalisch gesehen fertig. Doch wer jetzt schon das Gelände verliess, verpasste eine ausgelassen und absolut gelungene Schlussfete. Für mich ging die Party im Backstage bis in die Morgenstunden weiter.

Foto: Rockshot Festival (Death By Chocolate)