Wir waren am Gurtenfestival-Mittwoch – so fanden wir’s

Sommer ist Festivalzeit, darum hat es mich am Mittwoch auf den Berner Hausberg ans Gurtenfestival verschlagen. Die Schlange vor der Gurtenbahn war wie immer sehr lange, darum war ich recht froh, dass ich direkt in die Bahn einsteigen konnte. Zum Glück hat es dann auch direkt für das Rag’n’Bone Man-Konzert gereicht. Ich muss sagen, ich war nie grosser Fan, darum ging ich auch nicht direkt vor die Bühne. Als Hintergrundmusik während ich das Gelände auskundschaftete, klang das Ganze aber recht gemütlich und wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, wäre ich vielleicht wirklich noch vor die Bühne gegangen. Ich musste aber Richtung Zeltbühne, denn da erwartete mich das Konzert, auf das ich mich schon ewig gefreut habe: Nothing But Thieves. Die Band aus England begeistert mich schon lange, jedoch habe ich es noch nie geschafft, sie live zu erleben. Vielleicht hatte ich deswegen ein bisschen hohe Erwartungen, denn das Konzert hat mich dann ehrlichgesagt ein bisschen enttäuscht. Das Publikum hat grösstenteils so laut geschwatzt, dass man sich kaum auf die Musik konzentrieren konnte, das fand ich extrem schade. Ausserdem waren die Instrumente sehr schlecht abgemischt. Zum Teil waren die Gitarren viel zu leise und sogar der Gesang ist ab und zu fast untergegangen. Dadurch kam die ganze Stimmung nicht richtig zum Publikum rüber – bis ganz am Schluss des Konzertes nicht. Gegen Ende der Show war der Sound besser und langsam fing es auch an Spass zu machen, schade nur, dass dies erst bei den letzten drei Songs der Fall war.

Direkt nach dem Konzert ging es schon zu den nächsten, nämlich zu meinen Lieblingen, Royal Blood. Auf dem Weg zur Hauptbühne fiel mir direkt auf, wie voll das Gelände war: Es ist halt schon bitzeli mühsam, wenn man sich durch die Menschenmassen kämpfen muss. Vielleicht täusche ich mich, aber meiner Meinung nach war es vor einigen Jahren noch nicht so voll. Zurück zu Royal Blood: Das Konzert selbst war gut, jedoch war die Stimmung nur in kleinen Teilen des Publikums vorhanden. Wieder das bekannte Schwatzen und ich traf sogar auf Mädchen, die sich über das Moshpit beklagten. Sorry, aber gehört doch irgendwie dazu und wenn’s einem nicht passt, muss man nicht mittendrin stehen. Sicherlich war ich auch etwas beeinflusst, da ich die Band einen Tag vorher in Montreux sah, wo die Stimmung super war, aber für mich waren die Konzerte nicht vergleichbar.

Trotz allem hatte ich einen tollen Abend auf dem Gurten, schon nur, weil es mein erstes Festival ever war und ich dadurch sehr viele Erinnerungen damit verbinde. Die Atmosphäre dort oben ist sehr gemütlich, und bis auf die vielen Leute ist es immer noch ein eher kleineres Festival, was ich sehr sympathisch finde.