5 Gründe wieso das Heitere Openair Zofingen den SRF3-Festivalaward erneut verdient hat

2016 hat SRF3 seinen Festival Award dem Heitere Openair Zofingen verliehen, was für viele angesichts der grossen Konkurrenz wohl eher überraschend kam. Nicht aber für all diejenen, die das Openair bereits kannten. Und auch nach der diesjährigen Ausgabe vom 11.-13. August ist klar: Das Heitere hat die Auszeichnung aus fünf Gründen (ich könnte noch viele mehr nennen, aber das würdet ihr ja gar nicht mehr lesen) erneut verdient.

  1. Das Heitere ist weiterhin nicht nur annähernd so stark dem Kommerz verfallen wie viele andere grosse Festivals in der Schweiz. Wo sonst werden bewusst weniger Gäste als erlaubt auf das Gelände gelassen, um dem Publikum einen gemütlichen Aufenthalt zu ermöglichen? Auch die Getränkepreise im Festivalgelände sind mehr als fair!
  2. Die Zeltplatzstimmung ist wohl nirgends besser! Klar, auch das Gampel und andere sind bekannt für ihre super Stimmung, aber mit dem Heitere ist das nicht zu vergleichen. Auf den Zofinger Hausberg darf nämlich so gut wie alles mitgenommen werden, so werden gerne auch dreistöckige Bauten errichtet. Überregulierungen wie andernorts und Abzockerlimiten auf mitgebrachte Getränke existieren hier nicht. Das Bier darf sogar in der Glasflasche mitgebracht werden (kleiner Tipp an alle, die das gar nicht kennen: Das schmeckt besser als aus der Dose!)
  3. Du hast eine/n KollegIn, die/der kein Billet mehr ergattern konnte? Kein Problem, kurzfristige Besuche auf dem Zeltplatz, zu dem es keine Eingangskontrolle gibt, sind nämlich erlaubt.
  4. Das Musikprogramm ist zugegebenermassen nicht wirklich toll. Freundlich ausgedrückt kann man es abwechslungsreich nennen, effektiv besteht es zu einem grossen Teil aus Popkünstlern, von denen alle ein Lied kennen, deswegen ans Konzert gehen und dann enttäuscht sind weil die Band noch eine Stunde lang andere Songs gespielt hat (siehe Icona Pop, Mark Forster, Andreas Bourani, Clean Bandit, Dabu Fantastic oder Wiz Khalifa). Trotzdem finden sich immer wieder ein paar Perlen: Heuer besonders überzeugt haben die Berner Traktorkestar mit Partystimmung vom Feinsten am Sonntag um 11:15 (kein Witz!), K.I.Z. mit ihren fantastischen Texten, Frank Turner & The Sleeping Souls mit viel Energie, die sich auch aufs Publikum übertrug, die Rival Sons mit noch viel mehr Energie in ihrer Musik, Gentleman & Ky-Mani Marley mit perfekt zur Sonntagssonne passendem Reggae sowie Pablo Infernal mit Musik, die zum Besten gehört, was junge Schweizer Bands aktuell zu bieten haben!

  5. Obwohl das eigentliche Heitere Openair nur von Freitag bis Sonntag dauert, finden auf dem Gelände schon von Dienstag bis Donnerstag Konzerte statt (Super Tuesday, Magic Night und Volksschlager Openair). Das bedeutet: Der Zeltplatz ist bereits ab Dienstagmorgen offen und du kannst deine Eltern, die gerade vom Bryan Adams- oder Beatrice Egli-Konzert kommen, zu einem Bier unter deinen gemütlichen Pavillon einladen!