5 Fragen an Behave!

Indie-Rock mit einer ordentlichen Portion Power – so kann man die Musik von Behave! aus Bern wohl treffend beschreiben. Das liegt mitunter sicher an der Stimme von Sängerin Shehnaz, die mal ganz fein mitklingt und dann plötzlich wieder alles sprengt, um dem Song ganz viel Energie mitzugeben. Was hinter ihrem Bandnamen steckt und wofür Groupies gut sind, hat uns die Band erzählt.

Ihr nennt euch Behave! – wollt ihr uns damit sagen, dass wir uns alle zu wenig benehmen oder was steckt hinter eurem Bandnamen?
Wie man sich richtig benimmt hängt ja immer vom Umfeld ab… Der Name entstand nach einer gefühlt jahrelangen Suche. Behave! überzeugte durch seine Kürze und Mehrdeutigkeit. Wer will, kann darin auch einen kleinen Wink zu einem Song von Frightened
Rabbit sehen.

Könnt ihr euch in drei Worten beschreiben?
1. gitarrenlastig (Unwort des Jahres in Zeiten des Synthpops…), 2. independent, 3. sympathisch

Das Albumcover zu «Like A Fool» ist im wahrsten Sinne des Wortes abgespaced. Ergänzen sich Cover und Titel in irgendeiner Form?
Wir versuchen, in jedem Song einen „Space-Teil“ einzubauen… hahaha! Nein, im Ernst, es steckt sogar noch ein kleines Wortspiel mit dem Bandnamen im Cover drin. Maege, unser Bassist, war für das Artwork der Scheibe verantwortlich und hatte vollste Freiheiten. Vermutlich ist der Astronaut in seinem Raumanzug splitterfasernackt…

Laut eurer Bandbiografie wünscht ihr euch Durchbruch, Ruhm und Groupies. Letzteres interessiert uns ganz besonders: Was bringen denn Groupies einer Band ausser BHs auf der Bühne und viel Geschrei?
Leider werden Wünsche seit Rudi Carrells Ableben nicht mehr so einfach wahr. Das höchste aller Gefühle war diesbezüglich der sorgfältige Transport eines sauschweren Bassamps von der Bühne in den Bandbus. Währenddessen konnten wir uns glücklicherweise bereits der Bar zuwenden.

Bei unserem allerersten Gig an einem WG/Haus-Fest hüpfte nach dem schweinelauten Kellerwandtonmassakker das halbe Publikum nackt in den Pool einer dort wohnenden Hebamme. Damals mussten wir aber die schweren Amps selber tragen und konnten nicht planschen…

Kommen wir zur Frage, die nicht fehlen darf: Wie sehen eure Zukunftspläne aus – ganz abgesehen von Durchbruch, Ruhm und Groupies?
Wir versuchen, mit netten Leuten tolle Gigs zu spielen, das ist das Wichtigste! Nebenbei schreiben wir immer wieder neue Songs, die wir in die Shows integrieren. Vielleicht schaffen wir es im nächsten Sommer mit einigen davon ins Studio. Zudem hängt noch eine Russlandtournee in der Luft, aber das wäre eher eine Art Bildungsreise, da wir den Organisator dafür bezahlen müssten.

Wenn du jetzt ganz heiss darauf bist, Behave! live zu erleben, kannst du das bald tun: Am 1. September spielt das Quartett im Café Kairo in Bern und am 13. Oktober sind sie an der Plattentaufe von CRAY in der KUFA in Lyss zu sehen und zu hören.

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