Review: Alesana – Confessions – Der dritte Teil der Annabel Trilogie

Die amerikanische Post-Hardcore Band Alesana hat eine neue Platte am Start. Am 24. April veröffentlichten sie nach vier Jahren ihr neues Studioalbum „Confessions“ über das Label Revival Recordings/ Tragic Hero Records. Es ist ein Konzeptalbum und der dritte und letzte Teil der Trilogie um Annabel. Die fiktionale Story begann mit „The Emptiness“ (2010), wurde weitergeführt in „A Place Where The Sun Is Silent“ (2011) und wird nun durch „Confessions“ (2015) zu Ende gebracht.

Soundmässig gibt es keine grossen Veränderungen, es ist simpel gesagt Emotional Hardcore vom Feinsten. Alesana gehören seit Beginn zu den beliebtesten Emocore Bands und beweisen auch mit „Confessions“ wieder, warum sie diesen Titel verdienen. Jeder, der dieser Musik etwas abgewinnen kann wird von „Confessions“ nicht enttäuscht.

Lyricmässig geht die Geschichte weiter um die ermordete Frau Annabel, die zeitlich in der Wende zum 20. Jahrhundert spielt. Zu hören sind melancholische Melodien im Wechsel mit durchringenden Shouts, viele Oktavenwechsel im Gesang, eine heftige Mischung aus Cleangesang, Screams und Growls. „It Was A Dark And Stormy Night“ so beginnt das Ende einer Geschichte, musikalisch sehr dramatisch. Die Geschichte um den Künstler und seine Muse Annabel lässt viel Spielraum zu, was Alesana in ihren Lyrics sehr schön umsetzen. Wer simpel gestrickte Songs sucht, ist mit diesem Album falsch. „Comedy Of Errors“ besticht durch schöne Melodien und spannende Wechsel. „ The Goddess“ ist sehr interessant aufgebaut, sowohl musikalisch wie auch textmässig, ein Spiel zwischen Surrealismus und Wirklichkeit.

In „Fatal Optimist“ verbirgt sich eine Melodie, die hängen bleibt. Besonders die hohen Gesangparts stechen heraus und setzen die Musik im Gehör fest. „The Martyrs“ repräsentiert wiederum den typischen Sound: Energievolle und prägnante Gitarrenriffs, viel Wechsel zwischen Cleangesang und Geschrei mit vielen Details. „Catharsis“, der letzte Song auf der Platte, beginnt mit einer dramatischen Tonfolge auf dem Klavier und läutet das Ende ein. Nicht nur instrumental, sondern auch textmässig mit den Worten „This is the final act“ neigt sich die Geschichte langsam dem Ende zu. Eine prägende Melodie mit den üblichen Wechseln und gesprochenen Parts verleiht dem Album ein passendes Ende.

Gitarrist und Sänger Shawn Milke sagt: „Good music should begin with the people creating the art, not the industry trying to exploit them.” Deshalb bleibt Alesana seinem Genre treu. Sie schliessen ein Projekt ab, das sie über mehrere Jahre und Alben begleitet hat und sie tun es würdig mit viel Herzblut.

10995345_10153245235042494_7132047132974596853_n

Tracklist:
1. It Was A Dark And Stormy Night
2. The Acolyte
3. Comedy Of Errors
4. The Goddess
5. Oh, How The Mighty Have Fallen
6. The Puppeteer
7. Fatal Optimist
8. The Martyr
9. Paradox
10. Through The Eyes Of Uriel
11. Catharsis

Alesana spielen am 30. August 2015 im Kofmehl Solothurn das nächste Konzert in der Schweiz.