Album Review: PVRIS – „All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell“

PVRIS veröffentlichen am 25. August über Rise Records ihr zweites Studioalbum “All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell”. Mit ihrem Debüt “White Noise”, das 2014 erschien, haben die Amis mich ab der ersten Sekunde in ihren Bann gezogen. Leider konnten mich die bisher veröffentlichten Songs „Heaven“, „Half“,„What’s Wrong“ und „Winter“ nicht so ganz vom Hocker reissen. Klar, die Songs sind gut, Lynns Stimme wie gewohnt ausgezeichnet aber irgendetwas fehlt einfach.

Die Tracks auf „White Noise“ rissen mich mit, nahmen mir im ersten Moment den Atem um mich dann aus dem Sog von wuchtigen Melodien wieder vollgepumpt mit Sauerstoff zu entlassen. Was ist hier also passiert? Nun höre ich mir die restlichen sechs Tracks auf dem Neuling an und fühle mich eher gelangweilt. Ich mag zwar die elektronischen Elemente, die vielen Synthies und den wummernden Bass – daran ist nichts auszusetzen, aber wo ist der „Drive“ geblieben?

Man könnte nun sagen, die Band hat sich weiterentwickelt und überhaupt. Das haben sie mit Sicherheit, niemand bleibt in drei Jahren konstant auf der Stelle stehen und wir wollen ja keinen Klon des Debüts hören. Vielleicht bedienen sie sich zu sehr an massentauglichen Elektrobeats, zu vielen Wiederholungen und doch etwas zu vielen Effekten auf der Stimme? Vielleicht ist das Album aber auch ein „Grower“ und ich hatte noch keine Gelegenheit, es bei meinen Joggingrunden ausgiebig auf mich wirken zu lassen?

Momentan muss ich sagen, dass trotz der überschaulichen Anzahl von zehn Songs gegen Ende des Albums dem Trio die Luft auszugehen scheint. Die Beats, die ich am Anfang noch mochte gehen mir auf den Geist und die wohl angestrebte Melancholie bleibt auf der Strecke – es berührt mich einfach nicht.

Live sind PVRIS meiner Meinung nach aber eine Wucht und definitiv eine Reise nach Zürich wert. Dort spielen sie am 3. November eine Show im Dynamo (Veranstalter: Mainland Music).

VÖ: 25.08.2017 / Rise Records

Heaven
Half
Anyone Else
What’s Wrong
Walk Alone
Same Soul
Winter
No Mercy
Separate
Nola 1