Zürich Openair Tag 2: Unwetter, Enttäuschungen und Pendulum

Nach einer kurzen Nacht freuten wir uns auf den zweiten Tag am Zürich Openair und fuhren voller Vorfreude auf Fickle Friends und the Kooks zum Gelände. Wir waren ein bisschen besorgt, da es in einigen Facebook-Kommentaren geheissen hatte, dass das Gelände gesperrt wurde. Als wir dort ankamen, wurden wir zum Glück ohne Probleme reingelassen und wollten eigentlich gleich zur Show von Fickle Friends. Die Bühne war aber nicht bereit und generell herrschte grosses Chaos. Es gab keine Informationen zur Situation und viele Menschen liefen verwirrt herum. Durch einen Security-Mitarbeiter erfuhren wir dann, dass das Konzert abgesagt wurde. Na toll. Im Nachhinein erfuhr ich, dass die Bühne vom Sturm Schäden erlitten hatte und diese behoben werden mussten. Etwas enttäuscht waren wir schon, aber es gab ja noch ein weiteres tolles Konzert von den Kooks – jedenfalls dachten wir das.

Leider regnete es noch, also begaben wir uns zum Feldschlösschen Schloss und wagten uns an eine Bierdegustation. Lukas von Feldschlösschen zeigte uns verschiedene Biere und wir probierten uns einmal durch die ganze Auswahl. Mein persönlicher Favorit: Das Valaisanne Pale Ale. Den Preis für die Degustation  fand ich sehr fair, für 5 Franken bekommt man 4dl Bier (ein normales 4dl Bier kostet sonst 6.50). Kann ich also nur weiterempfehlen!

Beim Blick auf das Gelände fiel auf, dass alles wie ausgestorben war. Kaum Menschen, auch in der Zeltbühne war kaum etwas los. Beach Fossils spielten dort, welche ich super fand. Ich kannte die Band vorher nicht, aber werde definitiv nochmals reinhören. Dann war’s auch schon Zeit für meine Lieblingsband des Abends, the Kooks. Schon 30 Minuten vor der geplanten Zeit versammelte sich eine Traube Menschen vor der Bühne. Was dann folgte, war die Enttäuschung des Abends: Das Konzert der Kooks wurde abgesagt. Es wurde gebuht und die Stimmung war vom einen Moment auf den anderen mieserabel. Aus allen Ecken hörte man Schimpfereien gegen das Festival. Verstehe ich, denn ich war für Fickle Friends und the Kooks hier und beide Shows wurden abgesagt. Das Ganze wurde sehr schlecht kommuniziert und meiner Meinung nach hätte man das Problem anders lösen können. Wieso nicht die Kooks auf der Zeltbühne spielen lassen oder das Konzert verschieben auf einige Stunden später? Auch auf der Facebook-Seite gab es einige böse Posts, die grösstenteils unbeantwortet blieben. Schade! Für mich bot der Rest des Abends nicht mehr viel, also ging ich enttäuscht nach Hause. Angie

Unsere Aline ist später angekommen und darum hier der Rest des Abends aus ihrer Perspektive:

Major Lazer starteten eine fulminante Show und liessen für Radiozuhörer ganz andere Vibes durch die Boxen schallen als gewohnt. Ich war positiv überrascht, auch die Menge ging ab und wippte heftig mit. Die Screens zeigten viele coole passende Visuals und alles in allem war es eine tolle Show. Es hätte sogar etwas lauter sein dürfen.

Nebenan im  Stagetent ging es weiter mit Pendulum, mein absolutes Highlight des ganzen Festivals. Lange habe ich darauf gewartet, sie einmal in Bandformation live zu sehen und ich wurde nicht enttäuscht. Direkt als einer der ersten paar Tracks wurde mein Lieblingssong Witchcraft gespielt und ich habe mich der Musik hingegeben. Das Set war gut, sie spielten viele Hits und um 23.55 Uhr verliessen sie die Bühne, Zugabe gab’s trotz vielen begeisterten Fans keine.

Etwas Positives auf dem Festivalgelände waren die vielen Toiletten, die an mehreren Standorten aufgestellt waren. Wir haben es sogar als Frauen innerhalb der Länge eines Songs hin und zurück geschafft und weiter ging’s mit einer entspannten Blase…

Wir haben uns dann noch in den Dance Circus begeben und zu Dillion Francis und What So Not ein bisschen die Füsse geschwungen. Elektro und Dubstep-Sound, i like! Wir haben sogar ein paar Shufflemoves gelernt, oder sagen wir, Stef und ich haben es immerhin probiert!

Um 03.00 Uhr war dann Schluss mit Musik und wir begaben uns ganz langsam Richtung Zelt, wo der Campingplatz echt ruhig und angenehm war in der Nacht.

Das „Gewitter“