So waren Converge im Kiff am 24.08.2017

Yeahyeahyeah! Die (Mit-)Erfinder des Mathcore, des chaotischen Hardcores und allesplättenden Lärmorgien machten wieder einmal Halt in der Schweiz! Nachdem letztes Jahr der Pont Rouge in Monthey niedergewälzt wurde, war dieses Jahr die Deutschschweiz dran, als Converge am 24. August im Kiff aufspielten.

Vor der Truppe um Produzentenlegende Kurt Ballou galt es jedoch, drei Supportbands zu überstehen, die jetzt vielleicht hätten passender ausgesucht werden können. First up waren Revocation, technischer Deathmetal oder so, irgendwie schon gut, aber – um ehrlich zu sein – mit Songs im Gepäck, die alle komplett austauschbar waren. Klar, hin und wieder ist da ein Riff, bei dem’s „Aaaah“ macht, und man guckt flinken Fingern gerne zu, aber schreibt doch Songs und reiht nicht einfach Riffs aneinander, bitte!

Different band, same problem, aber auch mit Havok, Thrashmetal dieses Mal, werde ich nicht so richtig warm. Es fehlt das Mitreissende in der Musik, es fehlt die Abwechslung und Unberechenbarkeit und es sind einfach viel zu viele Gitarrensoli.

Ein letztes: Gorguts, Deathmetal, ziemlich fies, aber auch ziemlich langweilig halt. Technisch gibt’s erneut nichts auszusetzen, aber naja… Ist nicht meins.

Kaum stehen aber Converge auf der Bühne, ist eine ganz andere Energie im Raum. Das muss Live-Musik transportieren! Sänger Jacob Bannon steht keine Sekunde still, sondern schreit sich die Lunge mit seinem ganzen Körper aus dem Leib. Daneben prügeln die restlichen Mitglieder der Band auf ihre Instrumente ein, als gäbe es kein Morgen. Und klar, das mag vielleicht etwas weniger „schwer“ zu spielen sein, als technischer Metal, aber dafür fetzt es brutal! Das Publikum dankt das entsprechend, und es mag vielleicht nicht die wildeste Show jemals gewesen sein, aber so gänzlich ohne Warm-Up wird doch ganz ordentlich getanzt. Ja, Converge sind geil, live umsomehr! Bis auf ein hoffentlich nächstes Mal!