Klischée erzählen über das Open Air Gampel 2017 und ihre Pläne

Nun ist das wunderbare Open Air Gampel 2017 auch bereits wieder ein paar Wochen her und wir hatten genug Zeit, alle Eindrücke wirken und sich setzen zu lassen. Die Knochen und der Kopf sind wieder erholt und die Tattoos geheilt. Und pünktlich zur erfolgreichen Regeneration möchten wir euch über die Eindrücke der Berner Electro Swing Band Klischée aufklären. Auch Sie haben Zeit am Gampel verbracht und uns nun nachträglich ein Paar ihrer Erinnerungen und Erfahrungen zukommen gelassen :

Wie war eure Anreise ans Open Air Gampel?
Ganz unterschiedlich. Die einen sind mit dem Zug gekommen, die anderen mit dem Auto, unser VJ Benjamin mit unserem Tourbus inkl. gemieteter LED Wand. Aber sonst reisen wir eigentlich gemeinsam im Tourbus.

Das ist ja nicht euer erstes Festival. Ihr wart bereits auf den Bühnen des Zürich Festivals und des Gurten. Welches hat euch bisher am besten gefallen?
Das ist sehr schwierig zu sagen, denn jedes Festival hat seinen ganz speziellen, eigenen Reiz. Die einen gefallen uns wegen der superschönen Lage, die andern wegen der Stimmung des Publikums, wiederum andere wegen der schönen Deko. Unsere Highlights waren die Waldbühne am Gurten, das Heitere oder das Lumnezia. Aber auch das Fusion Festival in Deutschland oder das Boomtown in England waren wahnsinnig toll von der Stimmung her.

Was macht für euch ein perfektes Festival aus? Sind es die Fans, der Food, das Line up…?
Die Kombination aus all dem. Dazu kommt noch das Wetter. Am meisten Freude haben wir, wenn das Publikum gut drauf ist.

Ihr seid immer unterwegs. Was vermisst ihr am meisten, wenn ihr länger nicht zuhause seid?
Das eigene Bett, Freunde, Familie und gutes Wlan…

Welche Ziele habt ihr? Gibt es Länder, in denen ihr unbedingt noch touren wollt oder Festivalbühnen auf denen ihr unbedingt noch stehen wollt?
Wir würden gerne mal in Frankreich spielen, was diesen Herbst endlich der Fall sein wird. Zudem träumen wir von einem Auftritt am Paléo Festival in Nyon.

Nach eurem Album “Bend the Rules” von 2016 sind bereits wieder Projekte am laufen. Was erwartet uns denn so?
Wir sind eigentlich immer dran, neue Sounds zu basteln. Wir werden diesen Herbst vereinzelte Singles veröffentlichen. Im 2018 wird etwas Grösseres kommen…

Ihr werdet sicher oft mit Parov Stelar verglichen und gemessen. Was haltet ihr davon?
Das ist für uns verständlich, wir durften auch bereits zweimal Vorband von ihm sein. Er hat das Genre wie kein anderer geprägt. Wir freuen uns aber auch, wenn man in unserer Musik noch andere Facetten erkennt.

Was habt ihr zwischen Interviews und eurem Auftritt am Gampel gemacht? Habt ihr irgendwelche Rituale?
Wir haben gut gegessen und uns im Backstage auf den Auftritt eingestimmt. Wir haben auch ein bisschen mit den andern Bands gequatscht. Dann haben wir die Bühne aufgebaut. Vor dem Auftritt versammeln wir uns ähnlich einer Fussballmannschaft zu einem Kreis und feuern uns gegenseitig an. Wir nennen das dann “Abe luege!”.

Welche Acts habt ihr euch am Gampel noch angeschaut?
Viel Zeit blieb uns zwischen Interviews und Auftritt leider gar nicht. Bei den Toten Hosen haben wir natürlich mitgeschaut. Die Show von The Pretty Reckless haben wir von der Bühne aus mitverfolgt.

Wie sieht’s nach dem Gampel aus? Viel Zeit euch zu erholen habt ihr ja nicht. Euer nächstes Festival erwartet euch bereits in Deutschland.
Wir spielen unsere Festivaltour zu Ende und verlängern quasi gleich bis Weihnachten. Klar, im September und Oktober nehmen wirs etwas gemütlicher und freuen uns auf ein paar freie Wochenenden zuhause. Dann haben wir wieder genug Energie für die Shows im Herbst und Winter.

Also ich werd mir die Herren auf jeden Fall noch ein paar weitere Male anhören. Denn was Stimmung auf der Bühne angeht, steht der Berner Electro Swing ganz weit vorne.