30.09.2017 – Scream Your Name tauften ihre Platte „Reborn“

Am Samstag, 30.09.2017 war es im Kofmehl endlich soweit: Scream Your Name tauften ihre neue Scheibe mit dem vielversprechenden Namen „Reborn“. Von überall her trudelten die Leute ein, um sich noch ein Ticket an der Abendkasse zu ergattern und das Spektakel live mitzuerleben.

Wir waren schon ein bisschen früher vor Ort, denn mit zwei Booking-Bands im Line-up gab es ordentlich zu tun. Der Ablauf der Show sollte für die Fotografen und Helfer genau geklärt, die Bands ins Hostel eingecheckt und der Merch schön aufgebaut werden. Wir waren nämlich zur Abwechslung auch selber mit ein bisschen Merch vertreten. By the way: Habt ihr unsere hübschen Taschen schon gesehen?

Nachdem alle eingerichtet, durchgefüttert und der Sound gecheckt war, konnte der Abend mit Defender beginnen. Es waren schon relativ viele Leute im Kofmehl anwesend, als die Truppe ihr Set und somit die Show eröffneten. Die fünf Herren aus Baden hatten anfangs Jahr ihr Album „Lost//Tree“ veröffentlicht und wir haben seither fleissig geübt, um mitsingen zu können. Und das machten wir auch lauthals, als ein Mikrofon in das Publikum gestellt wurde. Natürlich durften die legendären Guestvocals von Dave (Amongst Pariahs) bei „Dignity“ nicht fehlen. Und das kurze Set reichte sogar noch für ein Guestbassing. Oder besser: Gäste Bass. Und für alle, die Hardcore/Metalcore mögen: Wenn ihr Defender noch nicht kennt, verpasst ihr was. Also husch husch, schnell reinhören und nächstes Mal auch mitsingen.

Als nächstes kam die Rapcore-Gewalt aus Zug angerollt. Seit 2002 gibt es Mindcollision schon, also quasi alte Hasen im ganzen Konzertzirkus. Dass sie Übung haben, konnte man an dem souveränen Auftritt sehen. Und auch das stetig grösser werdende Publikum schien richtig viel Spass zu haben. Die Jungs schaffen es ohne grossen Firlefanz, dich aus den Schuhen zu hauen. Selbst mich überzeugten sie ohne wenn und aber, obwohl ich sonst nicht der grösste Rap-Metal-Crossover Fan bin. Aber Mindcollision bringen nicht nur brutal gute Rap-Parts, sondern auch richtig schön hässige Screams ins Spiel. Und die Gesangsrange von Sänger Mitch muss man sich auf jeden Fall mal live gegeben haben.

Als letztes und als krönender Abschluss traten Scream Your Name auf die Bühne. Das Kofmehl war inzwischen „pompevoll“ und entsprechend aufgeheizt. Nicht nur stimmungsweise. Die vier Burgdorfer betraten die Bühne, eröffneten das Set mit einem riesen Knall und fesselten das Publikum für den Rest des Abends. Mit ihrem harten und fadengeraden Rock konnten sie die Leute bis in die letzte Reihe begeistern. Beim zweiten Song „24/7“ schrie sich Sänger Kevin von Defender zusammen mit SYN-Frontmann Joun die Seele aus dem Leib. Und auch die Pyro-Show war nicht ohne. Heiss! Nach der ersten Hälfte des Sets chauffierte ein Motorrad einen verkleideten Herren im imperialen Star Wars Sturmtruppen-Kostüm durch die Zuschauermenge auf die Bühne. Dieser taufte die Platte in einem Feuerkessel – wie sich das für einen wiedergeborenen Phoenix eben gehört. Dazu gab es noch Freibier, welches es leider nicht ganz bis in meine Reihe geschafft hatte. Aber war wohl auch besser, eine kleine Bierpause einzulegen. Anyway, frisch getauft ging die Show weiter. Neben den Pyros und den CO2-Kanonen wurden bei „Battlefield“ auch sechs riesige Ballons ins Publikum geworfen. Und plötzlich waren alle harten Kerle und Powerfrauen wieder kleine Kinder. Herrlich. Leider ging das Set dann auch schon bald wieder zu Ende, es wurde gedankt, geklatscht und gehofft, dass bald wieder ein solch toller Abend anstehen wird.

Wie sich das gehört, wurden danach nicht einfach die Zelte abgerissen, sondern es wurde noch ein bisschen weiter gefeiert. Radiologisch waren an diesem Abend in der Raumbar mit ihrer Kick-Off Party anwesend und hatten noch ein bisschen Disco für alle Langtänzer übrig.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Zuschauer, alle Bands und Helfer und natürlich ein grosses Dankeschön ans Kofmehl-Team. Ihr habt euch so gut um uns gekümmert. Danke, dass wir diesen wunderbaren Abend bei euch verbringen durften.

Fotos von Eric gibt es hier. Die liebe Florence hat hier ebenfalls wunderschöne Bilder online.