13.10.2017 – Unser Rückblick auf die erste «The Rawk Shows»-Ausgabe

Am Freitag, 13. Oktober, ging nun also unsere erste «The Rawk Show» über die Bühne. In unseren Rückblicken, die wir auf alle Shows werfen werden, möchten wir euch die Sicht von uns als Initiator der Shows zeigen. Wir werden also weniger über die Leistungen der Bands erzählen, dafür mehr einen Eindruck darüber vermitteln, was hinter den Kulissen alles gelaufen ist. Offen, ehrlich und kritisch.

Bevor ich über die Kofmehl Show berichte, etwas zu der Geschichte: Wie entstand die Idee der The Rawk Shows?
Unsere beiden Roster-Bands GROOMBRIDGE und Guns Love Stories kamen vor einem Jahr mit dieser Idee auf mich zu. Eine Vermittlung unserer Bands als „Package“ kam bei den Veranstaltern relativ gut an, immerhin konnten wir sieben Shows in der Deutschschweiz und eine in Deutschland fixen. Das “Konzept” der Shows und alle Details zu den Bands könnt ihr gerne hier nachlesen.

Mein „Job“ als Bookerin
Die Vielfalt an Schweizer Bands ist sehr gross, so auch die Anfragen für Auftritte an Veranstalter. Hier muss man ganz ehrlich sagen: Booking ist ein undankbarer Job. Eine Absage von einer Location kann man praktisch schon als Erfolg abbuchen – immerhin hat man eine Antwort bekommen. So ist dann auch jede Zusage ein Highlight, auch wenn hier die Arbeit und der „mentale Stress“ erst beginnen. Warum? Ich fühle mich jedes Mal aufs Neue dafür verantwortlich, wie der Abend für die Bands und die Locations läuft. Kritik, wenig Besucher, Probleme auf der Bühne etc., nehme ich persönlich und fühle mich mitverantwortlich. Sollte ich das? Womöglich nicht, aber das ist meine Einstellung. Dafür kann ich mich umso mehr freuen, wenn es gut läuft und alle glücklich sind.

Nun aber zu der Show in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn
Das Kofmehl ist für mich ein Paradebeispiel für perfekte Organisation. Von der ersten Anfrage über die Kommunikation bis zur Show kann man sich darauf verlassen, dass es funktioniert. Das sind meine Erfahrungen, die ich über die letzten paar Jahre in Solothurn gesammelt habe. Auch bei kleinen Shows in der Raumbar – so wie unsere «The Rawk Show» – werden die Bands und Travel Parties mit viel Respekt behandelt und wunderbar umsorgt. Beim Get-in erwarten dich bereits feine Snacks, Getränke und der Backstage ist liebevoll mit Fotos der auftretenden Bands geschmückt. Man kann sich frei bewegen und ich habe noch nie eine schlecht gelaunte Kofmehl-Crew erlebt. Auf das Abendessen freut man sich jeweils schon den ganzen Tag – immer super lecker und eine vielfältige Auswahl!

Betreffend Technik kann man sich ebenfalls auf die Crew verlassen. Die hauseigenen Mischer und Licht-Menschen kennen ihr Handwerk und sind stets sehr hilfsbereit. Die Security ist bestimmt, aber äusserst höflich.

Was aber das Kofmehl nicht beeinflussen kann, das sind die Besucherzahlen. Der Vorverkauf für unsere Show lief schlecht. Fakt ist, dass nur 8 Tickets im Vorverkauf weg gingen. Liegt das an der Mentalität der Menschen heutzutage, sich nicht mehr festlegen zu wollen? Ich war natürlich nervös und konnte nicht einschätzen, wie viel Volk schlussendlich erscheinen würde. Eine halbe Stunde nach Türöffnung standen dann aber doch schon einige Besucher an der Bar und kurz nach Neun, als Buddy Movie loslegten, sah die Raumbar mit sechzig Nasen angenehm belebt aus. Phu, da war ich erleichtert.

Buddy Movie spielten – laut eigenen Angaben – ihr erstes offizielles Konzert und waren sichtlich angetan, im Kofmehl nicht vor leeren Reihen spielen zu müssen. Inoffiziell standen sie erst zum dritten Mal zusammen auf einer Bühne und haben den Laden schön aufgewärmt. Ich war bereits etwas nervös, da wir bald einmal 20 Minuten in Verzug waren… Ein bitzeli Punk-Rock-Attitüde hat hier mitgespielt, aber im zulässigen Rahmen.

Bei den Mädels von The Crumpets zog sich der Linecheck etwas länger hin, jedoch konnten wir die Verspätung im Zaum halten. Die stimmgewaltigen Damen schmetterten uns ihre neuen Rocksongs entgegen, die voraussichtlich noch in diesem Jahr veröffentlich werden. Ich freue mich!

Als dritte und letzte Band des Abends traten GROOMBRIDGE auf die Raumbar-Bühne. Vor rund einem Monat feierten die Burgdorfer ihre Plattentaufe des aktuellen Albums “Der Specht” und seither machen sie anscheinend kaum was anderes als üben: so sicher und selbstbewusst hab ich die Prog-Rock Band selten gesehen. Auch die Soundqualität war glasklar und druckvoll – Schweizer Musik auf höchstem Niveau!

Ja, und so ging die erste Ausgabe der «The Rawk Shows» zu Ende. Unser Fazit? Die Bands und das Publikum hatten ihren Spass und schienen sehr zurfrienden. So kann es gerne weitergehen und ich bin sehr gespannt, was da bei den nächsten sieben Shows auf uns zukommen wird. Nächsten Freitag, 20.10. sind wir mit Guns Love Stories und GROOMBRIDGE im Sedel in Luzern. Das Interesse bei der Facebook-Veranstaltung sieht noch sehr bescheiden aus. Hoffen wir mal, dass doch einige Musikliebhaber den Weg in den Sedel finden werden. Wir würden uns sehr freuen!

Alle wichtigen Daten findet ihr hier.

Fotos von Eric gibt es in der Gallery und weitere, tolle Fotos findet ihr auf der Kofmehl-Website.