5 Bands, die du samstags am bergmal Festival nicht verpassen willst

Nun kann man die schlaflosen Nächte voller Vorfreude an einer Hand abzählen: Am kommenden Samstag, 29.10.2017, geht das bergmal Festival in die zweite Runde. Wer sich von unserer  Preview vor ein paar Monaten noch nicht überzeugen lassen konnte, dem seien hier nochmals fünf Gründe genannt, am Samstag dabeizusein.

Eins vorweg: Es gibt eigentlich nicht weniger als 13 musikalische Gründe, ans bergmal zu gehen. Und gerade der Reiz des Unbekannten macht dieses Post-/Experimental-Rock Festival aus – ein tightes, handselektiertes, kohärentes Line-up auf engstem Raum lädt zum Entdecken von neuen Lieblingsbands ein. Davon kann man aber auch überfordert sein, darum findet ihr hier unsere Selektion von fünf Must-Sees.

1. Valerian Swing
Es wird belohnt, wer sich pünktlich zum Festival-Start ins Dynamo begibt. Valerian Swing eröffnen bereits um 16:45 Uhr den frohen Reigen und beweisen zugleich, dass man sich von erhabenen Begriffen wie “Post-” und “Experimental-” nicht abschrecken lassen soll und diese nicht unbedingt mit Pathos behaftet sein müssen. “Two Ships” vom diesjährigen Album “Nights” stampft nach gemächlichem Intro ordentlich nach vorne und bleibt dabei ganz kompakt.

2. Rue des Cascades
Die Winterthurer bringen ordentlich Chaos auf und vor die Cellar Stage. Ihre in ihrer dystopischen Grundstimmung an Godspeed You! Black Emperor erinnernden atmosphärischen Klanglandschaften werden plötzlich von unbändigem Geschrei und kreischenden Gitarren durchdrungen. Eine spannende, herausfordernde und vor allem einzigartige Mischung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Kein Anspieltipp – ihr Album “Odes to Love, Flames to Paris” besteht aus zwei circa 20-minütigen Werken, die man sich am besten gleich beide nacheinander anhört.

3. pg.lost
Nachdem ef am letztjährigen bergmal begeisterten, haben sich die Booker auch dieses Jahr in Schweden umgeschaut und mit pg.lost eine feste Grösse im Post-Rock-Zirkus nach Zürich holen können. Seit etwas mehr als zehn Jahren liefern die Skandinavier feinsten Post-Rock mit leichtem Heavy-Einschlag. Während sie in ihren Melodien und Spannungsbögen gerne an Explosions In The Sky erinnern, aktivieren sie ihre Verzerrer öfters und mit grösserer Überzeugeung als die erwähnten Texaner. Episch wird das sowieso, vor allem aber wenn sie “Pascal’s Law” oder einen anderen Kracher von ihrem Erstling spielen.

4. Kokomo
Kokomo ist nicht nur der Name eines Beach Boys Songs, sondern auch der einer Instrumentalband aus Duisburg. “I’m Not Dead”, das zusammen mit dem auf dem Album vorangehenden “I’m Bill Murray” eine schöne augenzwinkernde Hommage an Mogwai ist, zeigt, wohin die Reise mit der Band geht: Dicke Gitarrenwände unterstützen schwebende, hallgetränkte Leads; die unweigerliche Steigerung im entwaffnenden Höhepunkt; das retardierende Moment. Natürlich, das Quintett hat noch andere Asse im Ärmel, doch eigentlich reicht ein bewährtes Rezept, wenn man es so qualitativ hochstehend umsetzt wie Kokomo.

5. ttng
Ein kleiner Ausreisser im Line-up, aber im positivsten Sinn. Im Gegensatz zu den anderen, doch vorwiegend instrumentalen Bands setzt ttng auch ausgiebig auf Gesang. Die twinkligen Gitarren und mathigen Rhythmen stammen mehr oder minder direkt aus dem Lehrbuch von American Football. Ihr Sound ist aber trotzdem zu eigen und ein Stück energetischer und verspielter, als dass man von einer belanglosen Kopie sprechen könnte. Die nostalgischen, herzerwärmenden Klänge von “Gibbon” (oder der meisten Songs ihrer starken Diskographie) werden einen perfekten Schlusspunkt hinter das bergmal setzen.

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