22.03.2015 – Black Veil Brides – Viel Show und kreischende Fangirls im Kofmehl

Ja, ich gebe es zu die Vorfreude war gross, als die Ankündigung kam, dass Black Veil Brides auf ihrer “Black Mass Tour 2015” Halt in Solothurn machen würden. Auf Facebook erfuhren wir schon am frühen Nachmittag, dass sich bereits die ersten “BVB-Army”-Anhänger vor dem Kofmehl tummelten um ja einen Platz in der ersten Reihe ergattern zu können.

So früh waren wir nicht da, besser gesagt wir kamen erst nach Türöffnung an und haben uns die gute Hälfte des Sets von Like A Storm angehört. Solider Rock, aber mehr Show als Musik und weit weg von einem Sturm, fanden wir. Es war musikalisch etwas eintönig, hie und da etwas mehr Pepp hätte es durchaus vertragen.

Nach einer kurzen Umbaupause nahmen Fearless Vampire Killers die Bühne ein. Ein perfekter Support für BVB, vor allem auch optisch. Wir sicherten uns einen Platz auf der Gallerie mit guter Bühnensicht – und vor allem etwas abseits von den überwiegend minderjährigen kreischenden Hardcore-Fans. Fearless Vampire Killers spielten ihren ersten Song an und zogen eine solide Show durch, ein Sängerwechsel in der Mitte ihres Sets ist uns besonders ins Auge gestochen, die Fans jedenfalls waren begeistert.

Nach der zweiten Umbaupause wurde es dunkel und der Lärmpegel erreichte seinen Höhepunkt. Ich muss sagen es war ein freudiges Gefühl als Andy Biersack und seine Bandmitglieder nacheinander die Bühne betraten und ihren ersten Song “Heart Of Fire” anspielten. Black Veil Brides boten durchgehend eine vielfältige und überaus sympathische Show, die mit einer guten Lichtführung und Video-Wänden überzeugte. Andy Biersack, “Sexiest Man Alive” – oder so, hat seinen ganzen Charme versprüht und er liess wohl sämtliche Teenie-Herzen in der ersten Reihe, nein wohl besser im vollgestopften Kofmehl höher schlagen. Besonders sympathisch fand ich, dass er immer wieder mal am Bühnenrand verschwand, um auch die Fans mit einem etwas weniger guten Frontrow-Platz in die Show einzubeziehen. BVB spielten ihr Set routiniert, witzelten mit dem Publikum und genossen die Show sichtlich. Die Musik war gut, passende Solos wurden eingebaut, starke Gitarrenriffs wurden in die Saiten gehauen und auch Andys Stimme hat mehr oder weniger bis zum Schluss mitgemacht. Hier muss man anmerken, dass ein paar Tage vorher noch eine Show abgesagt werden musste, aufgrund Andys Kehlkopfentzündung. Mit der Hymne „Fallen Angels“ stimmten Black Veil Brides den letzten Song an. Natürlich liessen die Jungs ihre Fans nicht einfach so dastehen und liessen zum Schluss mit der Zugabe „In The End“ das Kofmehl noch einmal beben.

Und dann war es auch schon vorbei, pünktlich zum früh angesetzten Show-Schluss. Ich muss sagen, auch mein „nicht-mehr-lange-Teenieherz“ hat ein bisschen höher geschlagen. Eine Band die ich schon lange mag einmal live an einer Clubshow zu sehen, war etwas Tolles. Ein durchaus gelungener Abend!

Die Fotos findet ihr auf unserer Facebook-Seite.