EP-Review: Void Of Vision – “Disturbia”

Und wieder einmal ist Post aus dem australischen Heavy-Kuchen ins Haus geflogen! Neben den bereits etablierten Bands wie bspw. Parkway Drive, Northlane und Deez Nuts, drängen in der zweiten Reihe spannende (um ehrlich zu sein: meist spannendere) Acts wie die Hellions, She Cries Wolf, Pridelands und eben auch Void Of Vision, im Moment mit ihrer neuen EP „Disturbia“, die am 09.11.2017 via UNFD erschienen ist, ins Rampenlicht.

Void Of Vision sind mittlerweile seit 5 Jahren unterwegs und spielen irgendwie Metalcore, so ein bisschen djenty-trendy (oder ist es das nicht mehr?) Grooves, ab und an ein Chorus und natürlich viele Breakdowns und Chuggs. Die neue EP bildet da auch nicht den grossen Ausreisser; bereits im ersten Song / Intro wird klar gemacht, wohin die Reise gehen wird, die dann mit einem finalen Mörderbreakdown in “Grey Area” zu Ende geht.

So weit, so gut, so langweilig? Ja und Nein; Void Of Vision erfinden sicher nicht das Rad neu, die distorteten Samples hat auch jeder schonmal gehört und tiefe Gitarren mit starkem Noisegate gehören ja auch seit Längerem dazu, aber die Band schafft es trotzdem — vielleicht weil es „nur“ eine EP und damit eher begrenzte Spielzeit ist —, nicht in zu grosse Repetition und Langeweile abzudriften. Erstens einmal versteht man da sein Handwerk scho zimli guet, die Breakdowns knallen alle, das Schlagzeug fetzt eh tight undsoweiter, was man halt so schreibt. Zweitens bringt die Band auch immer wieder einerseits gut getimte Nu-Metal-Anleihen und andererseits echt schöne Dissonanzen und nicht-ausgelutschte Riffs. Da wird man dann schon positiv überrascht und denkt „Ah, moll, das ist schono geil!“

Also: Wenn Dir das Genre eh gefällt, gefällt Dir Void Of Vision auch. Suchst Du einfach mal wieder ein paar neue Songs, dann gib Dir die EP. Willst Du aber das grossartig Abgefahrene, dann findest Du es hier eher nicht.

Void Of Vision – Disturbia
1. Spite
2. Ghost In The Machine
3. You Won’t Bring Me Down
4. Grey Area