14.02.2015 – Temple Of Brutality – Ein Valentinsabend der anderen Art

Am Samstag, 14. Februar ging es ab nach Bern. Am Valentinstag fünf harte Bands anhören, warum auch nicht.

An der Abendkasse erwartete mich dann eine nicht so nette Überraschung: mein Name stand nicht wie vereinbart auf der Gästeliste. Nun gut, das sollte schlussendlich kein Problem darstellen.
Der Eingangsbereich im Graffitti war hell beleuchtet, was definitiv keine Valentinstagstimmung aufkommen liess. Einen Stock tiefer sah es dann dank netter Beleuchtung und viel Nebel schon etwas anders aus. Nun aber ein paar Worte zu den Bands:

Watch Us Rise
Ein junge Band aus Thalwil mit viel Potential. Guter Metal-Hardcore mit soliden Breakdowns. Die Jungs wissen Abwechslung in die Musik reinzubringen, was uns besonders überzeugt hat. Wir hoffen, in Zukunft mehr von ihnen zu hören.

Skylla’s Revenge
Genretypischer Metalcore dröhnt aus den Monitoren und auf der Bühne sieht man eine gut gelaunte Band mit viel Energie. Die Jungs aus Thun liefern wie immer so ab wie man es kennt.

Taped
Für uns das kleine Highlight des Abends! Das brandneue Album “Empires” mit im Gepäck, das am Vorabend getauft wurde und an dem wir sofort Gefallen finden. Das Publikum hat auf den neuen Sound ebenfalls positiv reagiert und mächtig Stimmung gemacht. Ein top Auftritt der Liechtensteiner. Die Review zum neuen Album werdet ihr in Kürze bei uns zu lesen bekommen.

Corroosion
Corroosion aus Italien starteten mit reichlich Verspätung. Das Aufhängen des Banners hatte wohl etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant. Harter Sound wurde in die Saiten gehauen. Machen gefällt, manchen nicht. Unser Geschmack traf es nicht so ganz.

Scream Your Name
Ein “Heimspiel” im kleinen Rahmen, welches ewig dauerte, bis es starten konnte. Um Mitternacht war der Temple of Brutality schon halb leer, was wohl kaum an der Band lag sondern an der Tatsache, dass der letzte Zug nach Hause zu erreichen war. SYN spielten viele “alte” Songs und dem Publikum gefiel es. Der ein oder andere Ton ging zwar daneben, aber die doch etwas müd aussehenden Jungs und das Publikum, das bis zum Schluss ausgeharrt hat, schienen Spass zu haben.

Unser Fazit: Wir hatten einen durchaus amüsanten Valentinsabend. Auch wenn die Organisation etwas chaotisch wirkte und man an der Qualität der Anlage arbeiten könnte, hatten wir unseren Spass. Wir finden es schön, dass immer wieder junge Schweizer Bands die Möglichkeit haben, an solchen Anlässen aufzutreten und ihr Können zeigen dürfen. Fünf Bands an einem Abend ist allerdings doch zu viel des Guten. Erst um Mitternacht den Headliner auftreten zu lassen ist zu spät. Die Müdigkeit lässt sich nicht vermeiden und es wäre schön, wenn man etwas mehr Rücksicht auf die Zeiten des öffentlichen Verkehrs nehmen könnte. Save money and our environment, right?