16.11.2017 – Insanity und Madball im ISC in Bern

Mal wieder ein rundum gelungener Abend, würde ich sagen. Vera und ich durften am 18. November ein bisschen Zeit im ISC Bern mit Hardcore der Luzerner Band Insanity und den aus dem Big Apple zu uns in kleine Bern gereisten Madball verbringen. Und bald war klar, dass der Abend sportlich, warm und kuschelig werden würde.

Nach dem obligaten Bier vor der Show haben wir uns unser vermeintlich gemütliches Plätzchen direkt am Rand der Bühne gesichert. Gemütlich? Weit gefehlt: Ich hätte Vera besser mal geglaubt, als sie sagte, sie könne bei Insanity nie ruhig stehen bleiben. Was einigermassen geordnet und – jedenfalls im Publikum – ruhig begann, entwickelte sich innert Minuten zu einem stürmischen Ereignis. Eigentlich habe ich an der sportlichen Show, die Insanity zu bieten hatten, nicht das Geringste auszusetzen, jedoch gab ich mein “Mosh-Plätzli” aufgrund mangelnder Körpergrösse und steigender Angst um Zähne und Nase bald auf und begab mich in die hinteren Reihen. Dort beobachtete ich das Geschehen aus sicherer Distanz, während Vera das Getümmel in vollen Zügen genoss. Und hier ist ein weiteres Kompliment anzubringen: Für meine Ohren perfekt abgemischter, voller Sound – von nichts zu viel und definitiv von nichts zu wenig, ob vor der Bühne oder ein wenig mehr im Abseits. Hut ab!

Leider nicht ganz so gut abgemischt, jedoch genau so energiegeladen wie die Luzerner, legten auch Madball eine nicht zu unterschätzende Show aufs ISC-Parkett. Das Publikum war schon voll dabei, bevor die Herren aus New York die Bühne stürmten. Sänger Freddy betrat mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht die Bühne und legte volle Kanne los. Der ISC war an diesem Abend ausverkauft und das merkte man auch vor der Bühne. Der Platz war knapp und nach einem grossen Teil des Sets flüchteten wir die Treppe hinauf in Richtung Sitzmöglichkeiten. Das gute am ISC ist, dass er genug kuschelig ist, so dass man auch von dort aus quasi drei Meter neben der Bühne sitzt und immer noch viel sieht und alles hört. Das Publikum war sich einig: Was Madball ablieferten, hatte es in sich.

Alles in allem war es voll, laut und brachial. Wobei nichts von dem den Abend negativ hätte beeinflussen können, im Gegenteil! Diese Kombination kann man definitiv öfter auf die Schweizer Bühnen lassen, um die Menge ein bisschen aufzumischen. Nach ein paar Runden am Töggelikasten und ein paar Abschiedsbierchen ging es ab nach Hause.