Unsere Lieblingsalben 2017 – The Girls

So langsam aber sicher neigt sich das Musikjahr 2017 seinem Ende zu. Aber bevor wir uns ganz davon verabschieden, wollen wir euch unsere liebsten Scheiben aus dem ganzen Jahr präsentieren. Hier findest du übrigens auch die Favoriten unserer Jungs.

Angie

Royal Blood – “How Did We Get So Dark”
Auf ihr zweites Album habe ich lange gewartet und das hat sich definitiv gelohnt. Ihr neustes Werk ist sehr gelungen und hat mich mehr als nur überzeugt!

Parcels – “Overnight”
Ist zwar nur eine EP, der Inhalt macht dies aber wieder wett. Parcels sind meine Neuentdeckung des Jahres und ihr Konzert im November war eines meiner besten Konzerte überhaupt. Ich bin gespannt auf das Debüt der Australier!

Paramore  –”After Laughter”
Das Album hat beim Rest des rawk.ch-Teams zwar eher negative Emotionen ausgelöst, bei mir war das Gegenteil der Fall. Klar, die Band hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt und auch die “alten” Paramore gefallen mir. Ich muss aber zugeben, dass ich ihr neues Album sehr gelungen finde und es hat mir viele Autofahrten versüsst.

Fiona

The Real McKenzies – “Two Devils Will Talk”
Top-Album! Feinster Folk-Punk, gemischt mit einer Prise Seemannsmusik. Erklingen etwa die ersten Töne von “Northwest Passage”, sehe ich vor mir das Eismeer. Ein Schiff, das sich durch meterhohe Wellen pflügt und eine Gruppe Entdecker auf der Suche nach dem grossen Abenteuer.

Greg Graffin – “Millport”
Greg Graffin ist nicht nur Frontmann bei Bad Religion und promovierter Evolutionsbiologe, sondern auch noch Singer-Songwriter. Sein zweites Soloalbum liefert eine Auswahl an wunderschönen Country-Songs. Nicht ganz so wild wie bei seiner Punkband, aber genauso melodisch.

Rancid – “Trouble Maker”
Rancid haben sich mit ihrem diesjährigen Album zwar nicht neu erfunden, aber ein wenig Gute-Laune-Punkrock ist auch in diesem Jahr sicher nicht fehl am Platz.

Katrin

Frank Carter & the Rattlesnakes – “Modern Ruin”
Jeder einzelne der zwölf Tracks auf dem Album stimmt einfach. Das Album ist ein Gesamtkunstwerk. Eingängige Melodien, wilde Rhythmen, Wut und Frust, die Frank dir entgegen schreit. Nicht zuletzt auch einer der besten Live-Acts, die ich dieses Jahr gesehen habe.

Sorority Noise – “You’re Not As _____ As You Think”
Eine Prise ruhiger, aber nicht minder eindrücklich präsentieren Sorority Noise ihr neues Stück. Einfache Kost ist es nicht, welche die Jungs uns hier vorsetzen, das Durchhalten der Melancholie, die in jedem Song so wunderbar mitschwebt, lohnt sich aber bis zum letzten Ton. 

Antilopen Gang – “Bonusalbum: Atombomben auf Deutschland”
Ein wunderbares Bonus Album zu ihrem eigentlichen Album “Anarchie und Alltag”. Jeder Song ist ein Feature und unter den Gästen findet man ausschliesslich Punk-Grössen wie cecilia boström, Campino oder Monchi. Eine explosive Mischung aus Punk und Rap. Ist ein Riesengaudi.

Kim

Sorority Noise – “You’re Not As _____ As You Think”
Was für ein Album! Das Quartett aus Connecticut hat mit ihrem dritten Longplayer alles richtig gemacht: Verdammt viel Melancholie trifft auf die weinerliche Stimme von Sänger Cameron und ich wünsche mir, gerade bei Tracks wie “No Halo” oder “Disappeared”, dass sie nie zu Ende gehen.

Free Throw – “Bear Your Mind”
Wer die Typen aus Nashville noch nie live gesehen hat: Shame on you! Die Energie, die sie von der Bühne aus aufs Publikum übertragen ist nämlich der absolute Wahnsinn! Auf ihrer neusten Scheibe sind sie zwar musikalisch etwas ruhiger unterwegs, aber trotzdem: Die Energie ist nach wie vor spürbar.

Prawn – “Run”
Vielleicht kommt meine Sympathie gegenüber Prawn davon, dass sie sich mit Sorority Noise einen Bassisten teilen? Man weiss es nicht. So oder so haben die fünf mit “Run” eine ziemlich solide Scheibe abgeliefert, die ich Fans von Emo mit Post-Rock-Einflüssen wärmstens empfehlen kann.

Nadine

Colter Wall – “Colter Wall”
Der kanadische Singer-Songwriter ist eine der grossen Entdeckungen des Jahres für mich. Eine Stimme, die man ihm so gar nicht geben würde kombiniert mit Gitarrenkünsten vom Feinsten. So liefert er einen Sound ab, der immer wieder mein Herz erwärmt. Einfach nur wunderschön!

Stranger Faces – “Stranger Faces”
Noch nie gehört? Würd mich auch erstaunen. Stranger Faces sind ein Strassenmusik-Duo aus Schottland. Und Gott, sind die gut! Dave Crowe ist der mit Abstand beste Beatboxer, den ich in meinem Leben gesehen und gehört habe. Zusammen mit Wojtek Gasiorowski aka Maximón am 5-String-Bass und einer Loop-Station bilden sie ein für mich unschlagbares Team. Die grooven sooooooo sehr! Und ihr Debütalbum – auch wenns erst das Demo-Tape ist – ist geil. So richtig geil.

UP ON THE HILL

AHA! Another example of what we call lo-fi funkCatch that and share it!"Up on the hill"

Posted by Stranger Faces on Montag, 20. November 2017

Royal Blood – “How Did We Get So Dark?”
Lange, lange hatte ich auf ein neues Album der beiden Herren aus Brighton gewartet. Und Mike Kerr und Ben Thatcher enttäuschen mit “How Did We Get So Dark” nicht und liefern wieder mal Royal-Blood-Sound vom Feinsten.

Ste

Zeal and Ardor – “Devil Is Fine”
Sie kamen, sahen und siegten. Zeal and Ardor haben sich innert kürzester Zeit zu einem nationalen Hype entwickelt und erobern in diesem Moment die Bühnen der Welt mit ihrem Metal-Projekt. Und wer glaubt, er habe sich nach dem Hören der Scheibe “Devil Is Fine” verliebt, soll sich die Jungs erst mal live anhören! Grosse Platte, grosse Bühnenshow. Bin gespannt, wie es mit der jungen Schweizer Band weitergeht.

Foo Fighters – “Concrete And Gold”
Wenn auch ein Bisschen ruhiger, als ihre früheren Werke, fühlt sich der Sound der Foo Fighters auch auf ihrer neuen Platte “Concrete And Gold” heimelig an. Ausserdem, wie man es gewohnt ist, haben die Amerikaner auch dieses Mal keine Mühe gescheut, ein paar unglaublich geile Musikvideos zu ihren neuen Tracks zu liefern. Freue mich bereits jetzt auf die Show nächstes Jahr!

Millionaire – “Sciencing”
Was lange wärt, wird endlich gut! Lange haben die Belgier ihre Fans auf neuen Stoff warten lassen. Seit 2005 hörte man nur selten von der Band, bis dann dieses Jahr ihr neustes Werk “Sciencing” erschienen ist. Jedoch gibt es von der genannten “Band” keine Spur mehr. Die Scheibe wurde grösstenteils von Vanhamel geschrieben und eingespielt. Die Qualität und den Sound beeinflusst das aber keineswegs negativ.

Tina

GROOMBRIDGE – “Der Specht”
So unglaublich viel Talent und so verdammt wenig Anerkennung in der Schweizer Musikszene. “Der Specht” ist ein weiteres Meisterwerk der Burgdorfer Alternative Rocker. Ja ich weiss, ist eine meiner Booking-Bands und glaubt mir, ich würde diesen Scheissjob nicht machen, wenn ich sie nicht feiern würde.

Scream Your Name – “Reborn”
Ihr könnt gleich weiter stänkern: Auch meine Booking-Band. Mit “Reborn” musste ich zugegeben erst etwas warm werden, aber die Songs berühren mich und machten einen grossen Teil meines “2017-Soundtracks” aus. Die Jungs sind zu Männern geworden und ihrem Posthardcore-Image weitgehends entwachsen. Und akustisch gehen die Songs unter die Haut…

Deaf Havana – “All These Countless Nights” (Reworked)
Jep, das Album ist eigentlich aus dem Jahr 2016 ABER sie haben es in einer unglaublich tollen Form im Oktober neu veröffentlicht. James Stimme berührt mich nochmals in einer neuen Dimension. Die Songs sind aufs Nötigste reduziert, haben Soul und sind teilweise kaum wiederzuerkennen. Ich bin kein Fan von Re-Releases aber das hier geht mehr als gut. Gänsehaut pur.

Vera

Stick To Your Guns – “True View”
Holy fuck hat dieses Album bei mir eingeschlagen. Dafür gibt es keine Worte. Es hat alles, was ein gutes Album braucht. Es hat ein Konzept, ohne zu sehr auf die Reihenfolge zu beharren. Es ist laut und brutal, und manchmal auch weicher, ohne soft zu wirken. Einfach ein richtiges Brett!

 

Defender – “Lost//Tree”
Da haben die Badener ja wohl ein Brett rausgehauen. Natürlich könnte man jetzt behaupten, ich sei voreingenommen weil sie bei uns im Booking waren und ich die ganze Band gut kenne. Aber wer schon mal an einem Konzert oder sogar an ihrer Plattentaufe war, kann sicher bestätigen, dass die Qualität der Scheibe einwandfrei ist und live ebenso überzeugt.

Es tut mir leid, aber ich konnte mich für kein Drittes entscheiden. Deswegen gibt es hier Honourable Mentions:

Frank Carter & the Rattlesnakes  “Modern Ruins”
 Insanity “Toss A Coin”
Zeal&Ardor “Devil is Fine”
Invoker  “Four Wall Nightmare
Kraftklub “Keine Nacht Für Niemand” und gefühlt noch dreissig andere. 2017 war ein gutes Albumjahr!