14.12.2017 – Die Basement Saints im ISC in Bern

Am Donnerstag durfte ich bei den Shows von Artlu Bubble & The Dead Animal Gang und den Basement Saints im ISC in Bern dabei sein. Und wie es sich gehört, hatte ich erneut einen wunderbaren Konzertabend mit gehörig Rock’n’Roll, Bier, Freunden und Familie. Es ist immer wieder eine Freude, den ISC zu betreten. Vor allem wenn es draussen regnet wie aus Kübeln, lädt doch eine Show in der warmen Stube erst recht ein. Also betraten wir pünktlich zur Türöffnung ein wenig angenässt und ausgekühlt die kuschlig warmen Räume.

Artlu Bubble & The Dead Animal Gang haben einen gebührenden Start geliefert. Wenn auch der Sound ein wenig flach gemischt war, haben die Berner die Stimmung im ISC ziemlich schnell angeheizt. Der Klub war zwar noch nicht ganz so voll wie auch schon, aber trotzdem machte sich unter dem Publikum schnell Feierlaune breit. Überall sah man glückliche Gesichter, schwingende Tanzbeine und fliegende Haare. Die Band selbst nennt ihren Sound “Kitchen-Folk”, ihr dürft aber bei der neusten Scheibe “Holiday On Fruit Jelly Island” nicht allzu viel Folk erwarten. Hört man nämlich so ziemlich gar nicht. Durch eine Mischung aus Garage Rock und klassischen bis hin zu leicht psychedelischen Melodien angeheizt konnte ich es nun aber kaum erwarten, die Basement Saints auf der Bühne zu sehen.

Wie sehr ich bereits die Songs ihrer ersten Platte “Get Ready” liebe, hat sich spätestens gezeigt, als ich mich dabei erwischt habe, praktisch alle Texte mitzusingen. Gut, wer kann bei solch mitreissendem Sound schon widerstehen, ein paar Zeilen mitzuträllern. Da lag mir hingegen der Text der neuen Scheibe “Bohemian Boogie” mangels routiniertem Hören noch ein Bisschen weniger gut. Aber euch interessiert wahrscheinlich weniger, wie ich gesungen habe, als was die Saints auf der Bühne getrieben haben. Wie bereits mehrmals gesagt, Antons Stimme fühlt sich für mich nach Daheim an. Der Sound ist live genau so warm und voll, wie man ihn auf der Scheibe zu hören kriegt. Und wer Gitarrensound liebt, darf sich Tobias’ besaitete Künste auf keinen Fall entgehen lassen. Es war kaum möglich, sich nicht von den schwungvollen Songs der Grenchner zum mitwippen hinreissen zu lassen.

Ich glaube, dies war einer meiner ausgeglichensten, gemütlichsten und angenehmsten Abende, die ich im ISC verbracht habe. Die Kombination aus der Mistwetter-Flucht ins Warme, heimeligem Rock’n’Roll, gut aussehenden Männern auf der Bühne und ein paar feinen Drinks schien die perfekte Mischung für einen wunderbaren Abend zu sein.

Wer nun denkt, er habe etwas verpasst, muss sich kein schlechtes Gewissen machen: Die Saints haben noch einen grossen Teil ihrer Tour vor sich und werden sich noch in der einen oder anderen Location blicken lassen.