19.12.2017 – Wir waren bei Royal Blood in der Halle 622!

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Hach, wie waren wir alle enttäuscht als das eigentlich auf den 3. November geplante Konzert von Royal Blood in der Zürcher Halle 622 abgesagt wurde. Grund für die Absage waren Austern, welche die Band zu sich genommen hatten. Diese kamen dann — nicht gerade auf die schönste Weise — wieder aus ihnen raus. Lebensmittelvergiftung ahoi!

Letzten Dienstag wurde das Konzert dann aber nachgeholt. Immerhin! Sänger Mike Kerr entschuldigte sich auch schon nach dem ersten Song für das geplatzte Konzert und fügte an: “We were all shitting and puking our guts out backstage”. So genau wollten wir das natürlich alle (nicht) wissen.

Das Konzert wurde dann sehr rasch zum Weihnachtsfest erklärt. Mit dem Weihnachtslied “Carol of the Bells” marschierten Mike und Schlagzeuger Ben auf die Bühne und liessen sich so richtig feiern. Das tun die beiden ja gern. Auch aus den hintersten Reihen war dies deutlich zu erkennen. Vielleicht schon ein bisschen zu deutlich?

Klar, ihre Art war es schon immer, wortkarg und etwas arrogant auf der Bühne zu stehen. So krass wie am Dienstag war das aber noch nie. Steigt ihnen der Ruhm langsam zu Kopf oder war das nur unser Eindruck des Abends?

Ein Indiz für Ersteres könnten die “Background-Sängerinnen” sein. Gott, haben die genervt! Zwei hübsche Frauen mit endlos langen Beinen in engen schwarzen Catsuits, die ihre Hüften das ganze Set durch von Seite zu Seite schwangen. Mehr als das haben sie nicht wirklich gemacht. Wohl mehr “eye candy” als musikalische Untermalung. Naja…

Eins bleibt jedoch zu sagen: Auch wenn uns Royal Blood am Dienstagabend mit ihrer Attitude nervten, musikalisch war’s wie immer top. Zunächst stellten sie das neue Album “How Did We Get So Dark” vor. Toll, die neuen Songs auch mal live zu hören. Als Zugaben gab’s dann noch ältere Klassiker wie “Out Of The Black” und “Figure It Out” zu hören. Auch hier hatten wir musikalisch nichts zu meckern.

Fazit: Solides Konzert. Aber für das nächste Mal, Jungs: Bitte mit einer besseren Attitude und ohne diese nervigen Weiber  auf der Bühne. Thank you! A-men.

Text: Angie und Nadine