22.12.2017 – So war’s bei Itchy im Dynamo in Zürich

Ein Abend der Nostalgie war im vornherein so die Erwartung ans Itchy-Konzert am 22.12.2017 im Dynamo. Auch wenn die Band mit Namenswechsel, neuem Album und ganz viel Blick in die Zukunft am Start war, würden es wohl die die alten Hits sein, die einem so richtig packen würden. So viel zu den Voraussagen, aber wie war es tatsächlich?

Zuerst einmal waren vor Itchy noch die Berner So Wasted am Start, die leider aufgrund von Terminkollisionen meinerseits ziemlich gänzlich verpasst wurden. Die letzten zwei Songs klangen aber ganz passend zum Hauptact und das Publikum schien schon gut aufgewärmt. Die Pop Punker legten auch eine mitreissende Spielfreude an den Tag, mir ist das dann aber musikalisch schon nicht so ganz geheuer.

Bei Itchy geht dann die Post schon ab als die Bühne nach einem epischen Intro in Schwärze getaucht wird. Kreischen, Tanzen, Crowdsurfen, Ausrasten – was zu einer solchen Show halt dazu gehört. Und ja, die neuen Songs vermögen zu überzeugen, keine Frage, das Handwerk beherrscht die Band und da werden sogar teilweise überraschend heavy Parts auf die Bühne gebracht. So richtig kein Halten gibt’s halt aber schon bei den allseits bekannten Überhits, da ist das Publikum beinahe lauter als die Band. Die drei Jungs, die wohl eh zu den energetischsten Live-Bands überhaupt gehören, sind aber auch super aufgelegt, scherzen und geben dem Publikum zurück, was dieses an Schweiss opfert. Nach einem Guestspot des Roadies am Mikrofon, internem Instrumententauschen, einem Song im Publikum und dem finalen „Down Down Down“ ist das Konzert dann aber auch viel zu früh schon wieder fertig. Nostalgie, natürlich, aber diese Band hat ihren Zenit noch nicht erreicht.