30.12.2017 – Vera war am Hardcore United Fest V

HOLY SHIT! Erstmals Hut ab für Hardcore United Booking. Nicht viele schaffen es, mit einem reinen Schweizer Line-Up den Sedel auszuverkaufen. Und dass schon so viele Leute um 17:30 Uhr die erste Band bestaunen, kommt auch nicht allzu oft vor. Deswegen auch ein grosses Dankeschön an die Besucher, die sich schon zu diesem frühen Start entschieden hatten. Da es an diesem Abend acht Bands zu hören gab, werde ich mich hier mal ein bisschen kürzer halten als gewohnt. Wer eine ausführlichere Beschreibung möchte, kann die gerne in der Preview nachlesen.

Wir waren ziemlich pünktlich zum ersten Song von Kill the Unicorn im Sedel. Die Hälfte dieser Band kam ungefähr gleichzeitig wie wir an. Das tat dem Start aber keinen Abbruch und die Herren legten ein brutales Set mit zwei Gastsängern hin, das man nicht so schnell wieder vergessen wird.

Oldsun waren als nächstes dran. Und die haben mir mit ihrem melodischen Post-Hardcore ziemlich imponiert. Im ersten Moment waren wir ein bisschen verwirrt, wieso sie denn Englisch mit uns sprechen. Aber als sie ein Lied auf Französisch anfingen zu singen, war das sofort wieder geklärt.

Die zweite Luzerner Vertretung des Abends waren Imperio. Und die lieferten wie gewohnt eine brutale Show ab. Dass der Sedel danach noch stand, ist wohl einzig und allein seiner ursprünglichen Bestimmung und Bauweise als Gefängnis zu verdanken.

Nach Imperio waren Safe State an der Reihe. Dazu sage ich jetzt nur: Hässig! Im poisitiven Sinn.

Nach einer kleinen Verschnaufpause an der frischen Luft ging es wieder in den Saal zu HAK. Die spielen Mundhardcore, wie sie es so schön nennen. Und das auf Berndeutsch. Und da schmelz ich sowieso schon dahin. Ich hab also nur Pluspunkte zu verteilen.

Danach waren The Giving an der Reihe. Der Sound war ziemlich solide, aber ich war wohl auch schon ein bisschen fertig von fünf Konzerten und musste mich nach ein paar Songs draussen auf die Treppe setzen.

Wir näherten uns langsam dem Ende des Line-ups. An einem Hardcore United Fest darf natürlich INSANITY nicht fehlen. Und bei diesen Jungs war die Betriebstemperatur von 40°C schon nach dem ersten Song erreicht. Und ich hab selten so viele Leute aus der Backstagetüre spienzeln sehen. Ein herrliches Bild.

Als letzte Band stand Mindcollision auf der Bühne. Der Sound war Hard & Heavy. Wie gewohnt solid und richtig gut aufeinander abgestimmt. Es waren nicht mehr ganz so viele Leute anwesend, wie bei den vorangegangenen Bands, aber der Saal war immer noch proppenvoll und es wurde gefeiert, als gäbe es kein Morgen mehr. Und ich muss zugeben: Je öfter ich die Herren live sehe, desto mehr feiere ich die Mukke.

Nach der letzten Band wurden dann noch allerlei Klassiker an der Aftershow Party aufgelegt. Ich war aber mehr damit beschäftigt, mit einem zurückgelassenen Einhorn und einem zurückgekehrten, schlüssellosen Herren zu reden, als zu tanzen. Beziehungsweise versuchte ich, meine langsam unerträglich werdende Migräne zu ignorieren. Das klappte aber nicht allzu lange und ich machte mich gemütlich mit meinem fahrbaren Untersatz auf nach Hause. Der folgende Abend war schliesslich Silvester und da will man ja noch feiern mögen.

Foto: Martin Dominik Zemp