23.02.2015 – Architects im Komplex 457

Wir schreiben den 23. Februar 2015. Die Show von Architects liegt nur noch eine Autostunde von uns entfernt. Ohne nennenswerte Vorkommnisse kamen wir drei um 18.45 Uhr im Komplex 457 an. Zu dieser Zeit tummelten sich bereits ein paar frierende Konzertbesucher vor dem Gebäude und hofften auf einen pünktlichen Einlass. Um 19.00 Uhr war es soweit und die Türen öffneten sich.

Die Show fand in der grossen Halle statt. Es reichte gerade noch, um ein Bier an der Bar zu holen, bevor Counterparts schon um 19.15 Uhr mit ihrem Set loslegten. Zu diesem Zeitpunkt war der Raum noch ziemlich leer, was dem Sound leider nicht wirklich dienlich war. Da der Mix so indifferenzierbar war, hörten wir grösstenteils leider nicht viel mehr als einen lauten Brei aus den Boxen. Dennoch war die Show solide. Die Jungs aus Kanada hatten durchaus einige interessante und mitreissende Passagen zu bieten.

Eine relativ kurze Umbaupause später standen Blessthefall auf der Bühne. Mit der Hoffnung, dass ihr Mischer einen etwas transparenteren Sound hinkriegen würde, verfolgten wir gespannt das Geschehen auf der Bühne. Da der Sound effektiv etwas besser abgemischt war, konnte Blessthefall einiges mehr an Druck mit ihrem Sound aufbauen. Die Menge hat es gefreut und die ersten Circle Pits begannen sich zu bilden. Mit ordentlichen Breakdowns, brüllenden Gesangssequenzen und dem einen oder anderen schönen Zitat des Sängers, konnten die Amerikaner das Publikum bestens bei Laune halten.

Wir näherten uns Vorband um Vorband dem Höhepunkt des Abends. Dazwischen lag jedoch noch die Show von Every Time I Die. Zu dieser kann ich jedoch nicht viel schreiben, denn ihre Musik geht so ziemlich auf ganzer Ebene an meinem Musikgeschmack vorbei. Auch wenn die Jungs auf der Bühne anständig Dampf machten und eine Show hinlegten, welche man mit gutem Gewissen als erfolgreich bezeichnen konnte, riss es uns nicht mit.

So genug Trübsal geblasen. Architects standen in den Startlöchern und der Zeitpunkt war ideal um diesen Montag mit einer gewaltigen Show abzuschliessen. Das Publikum wurde keinesfalls enttäuscht. Mit „Broken Cross“ brachte die Band aus Brighton (UK) bereits das erste Highlight direkt zu Beginn ihrer Show. Mit jedem Song gewann der Gig an Intensität. Architects wussten das Publikum nicht nur mit der Songauswahl zu begeistern. Die Lichtshow und der Sound waren perfekt auf das Programm der Band zugeschnitten. In Anbetracht, dass es ein Montagabend war, durfte Architects mit dem zahlreich erschienen Publikum sicherlich zufrieden sein. Vor der Bühne waren die Fans aktiv am Springen, Headbangen und Moshen.  Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit setzten die Jungs aus Brighton zu ihrem letzten Song an. Zu meiner Freude wählten sie für den Abschluss „Gravedigger“ aus, womit sie der Show noch das allerseits bekannte „Tüpflein auf dem i“ setzten.

Fazit:
Alles in Allem begann der Abend etwas verhalten. Mit fortschreitender Zeit verbesserte sich die Stimmung im Saal jedoch gewaltig. Band für Band gewann der Abend an Qualität und setzte somit bereits ein frühes Ausrufezeichen im Konzertjahr 2015. Wir haben die Zeit im Komplex genossen und Architects haben uns vom Hocker gehauen.