13.02.2018 – Dropkick Murphys und Flogging Molly in der Samsung Hall in Zürich

Auf diesen Event haben schon alle sehnsüchtig gewartet. Dropkick Murphys UND Flogging Molly zusammen auf Tour: Das Irish Folk Punk Spektakel schlechthin!

Der Veranstalter war Mainland Music und der Vorverkauf ging so sehr durch die Decke, dass das Konzert von der Halle 622 in die Samsung Hall verlegt werden musste. Um 18:00 Uhr wurden die Türen geöffnet und ich bin natürlich wieder sofort in die erste Reihe gerannt. Alle anderen Konzertbesucher, die noch ihre Jacke an einer der vielen Garderoben abgeben wollten, hatten das Nachsehen: Lange Warteschlangen, soweit das Auge reichte, warteten auf sie.

Kurz nach  19:00 Uhr eröffnete der Sex Pistols Gründer Glen Matlock mit seiner Akustikgitarre den Konzertabend. Neben seinen eigenen Songs spielte er auch einige Klassiker von früher –  ein schöner, gelungener Auftakt für diesen Abend.

Um 20:00 Uhr war es dann endlich soweit: Flogging Molly betraten die Bühne und begannen ihren Auftritt mit dem Song „The Hand of John L. Sullivan“ vom neuen Album „Life is Good“. Bei ihren Konzerten spürt man immer wieder, wie viel Spass die Band auf der Bühne hat. Dave King, der Leadsänger, heizte den Fans immer wieder mit seinen Tanzeinlagen ein und verwies ganz Gentlemen-like auf seine grosse Liebe und Ehefrau Bridget Regan, die bei Flogging Molly Violine und Flöte spielt. Nicht nur Songs vom neuen Album, sondern auch alte Klassiker wie „Drunken Lullabies“ und „Devil`s Dance Floor“ gehörten zur Setlist und sorgten beim Publikum für gute Stimmung. Ihr Auftritt war wie immer mit viel Pogo und Bier verbunden, einfach genial!

Nach einer kleinen Umbaupause betraten Dropkick Murphys aus Boston die Bühne. Ihre Musik ist ein bisschen härter als die von Flogging Molly und das merkte man auch von der ersten Sekunde an. Die Fans sind ausgerastet und es wurde von der zweiten Reihe bis fast zum Mischpult getanzt und gehüpft. Ihr aktuelles Album „11 Shorts Stories of Pain & Glory“ finde ich persönlich sehr gelungen und es kommt live auch sehr geil rüber. Für besonders stimmungsvolle Momente sorgten die Videoclips, die bei Songs wie “Blood” auf eine Leinwand hinter den Bandmitgliedern projiziert wurden. Aber auch ohne diese visuelle Unterstützung hatte die Band das Publikum in den Bann gezogen und heizte es zu Circle Pits und Walls of Death an. Als es schien, dass die Bostoner nun ihr Set beendet hatten, und die Scheinwerfer ausgelöscht wurden, setzte das Publikum mit seinem “Let’s Go Murphys!”-Sprechgesang ein und vermochte damit, die Jungs wieder auf die Bühne zu locken. Den Abschluss machten die Jungs mit dem Lied „Next Time“. Dazu holten sie zahlreiche Fans auf die Bühne – ich war selbstverständlich auch mittendrin – um mit ihnen zu tanzen und zu feiern.  Mit einem grün-weissen Konfettiregen endete dieser spektakuläre Abend.

Ich fand den ganzen Abend von der Musik, über die Leute, bis hin zum Bier einfach nur gelungen und freue mich schon auf das nächste Mal. Hier sind ein paar Handy-Impressionen für euch:

 Text und Fotos: Milan Jermann