24.02.2018 – So war’s bei Feine Sahne Fischfilet

Eine besondere Show im Komplex stand für mich an. Die bisher grösste Tour von Feine Sahne Fischfilet und natürlich das bisher grösste Headliner-Konzert für sie in der Schweiz, im Komplex 457. Aufgrund der grossen Nachfrage mussten sie sogar vom Dynamo in den Komplex wechseln.

Das Ganze ist wie ein Märchen für die Jungs aus Mecklenburg-Vorpommern, wie sie selbst immer wieder betonen. Mit ihrem neusten Album “Sturm & Dreck” sind sie senkrecht durchgestartet.

Da es an diesem Tag sehr kalt draussen war, reichte es, 20 Minuten vorher zu kommen, um in der ersten Reihe zu stehen. Die Location war halb voll, als Kaput Krauts Show anfing. Das Hauptproblem von Anfang an war, dass das Konzert extrem schlecht abgemischt wurde. Die Band allerdings liess sich nichts anmerken, sie haben ihr Ding einfach durchgezogen. Ich persönlich finde sie sonst live eigentlich total gut.

Feine Sahne Fischfilet kamen explosionsartig mit dem Lied „Zurück in unserer Stadt“ auf die Bühne. Der Vorhang, der vor der Show die Sicht auf die Bühne verdeckt hat, wurde runtergelassen und das Erste, was Monchi, der Sänger, machte, war, sein Bier in die Menge zu leeren.

Da ich die Band schon ein paar Mal gesehen habe, wusste ich, dass es ein sehr „feuchtfröhliches“ Konzert werden würde. Von Beginn weg tanzten sich die Fans in Grund und Boden. Beim vierten Song begab sich eines der Bandmitglieder mit einer riesigen Wasserbanane in die Menge und surfte durch die Location. Das Bier flog ständig in die Leute und bei „Geschichten aus Jarmen“ war es endlich an der Zeit für die Pfeffi-Runde, auf die ich schon gewartet hatte. Zuerst kam Monchi mit einer 3-Liter Flasche in die erste Reihe und versuchte, jedem einen Schluck, oder besser gesagt, eine Dusche mit dem Likör abzugeben. Danach wurde ein Fass mit Schläuchen dran auf die Bühne gebracht. Sie warfen die Schläuche in die Menge und jeder versuchte, einen Schluck für sich zu ergattern.

Während dem ganzen Konzert tobten sich natürlich jede Menge Crowdsurfer aus. Die Security schien leider ein bisschen überfordert und deswegen war es sehr mühsam in der vordersten Reihe. Gegen Ende des Konzerts spielten sie natürlich ihr wohl berühmtestes Lied „Komplett im Arsch“, wo quasi jeder im Komplex mitsingen konnte. Danach gab’s noch eine Zugabe mit sechs Songs und den Abschluss machten sie mit „Weit hinaus“ und einem Konfettiregen.

Man hat wirklich die ganze Zeit über gespürt, dass es der Band Freude bereitet, auf der Bühne zu sein. Schön war’s!

Andy hat mit den Jungs übrigens vor der Show noch ein Interview geführt, das es auch bald zu lesen gibt.

Text: Milan Jermann