18.04.2015 – Xordia, Ticket to Nowhere und Höhrmann

Ein wahres Heimspiel im Kulturwerk 118 für drei aufstrebende Bands.

Der Veranstalter hätte sich für den 18. April nicht besseres Wetter wünschen können: Zu kalt für einen Grillabend aber zu schön um zu Hause zu sitzen.

Diese Voraussetzungen waren nicht zuletzt ein Glück für den Opener Höhrmann, der schon vor einem ansehnlichen Publikum spielen konnte. Anfangs noch etwas verhalten – vielleicht weil noch zu nüchtern – wurde die Zuhörerschaft vom Deutschrock der Seetaler schnell mitgerissen. Die Eigenkompositionen animierten zum Mitgröhlen und -klatschen. Und spätestens nach „Zehn kleine Jägermeister“ war klar, dass Höhrmann durch ihre Interaktion mit den Besuchern das Publikum für die nächsten Bands zur Genüge vorgeheizt hatte.

Als Xordia die Bühne betrat, war der Saal praktisch gefüllt. Die Band wusste mit optischen Mitteln zu überzeugen, wobei die Musik dennoch nie in den Hintergrund geriet. Genauso überraschend wie das kreative Outfit der MusikerInnen und die Rauch- und Lichteffekte waren musikalische Momente wie zum Beispiel das Cover „Sail“ von  Awolnation. Die Band schien bestens vorbereitet – kein Wunder, denn sie hatte in den Tagen zuvor die Frankfurter Musikmesse besucht – und überzeugte mit ihrem Auftritt.

Die letzte Band Ticket to Nowhere hatte die längste Spielzeit. Viele waren wohl überrascht von der Energie der sechs jungen LuzernerInnen, die vermutlich noch Mitte Woche Muskelkater im Nacken haben. Die Band schien über eine stimmgewaltige Anhängerschaft im Publikum zu verfügen und wusste auch erstmalige ZuhörerInnen und ZuschauerInnen mit ihren Songs und Showeinlagen zu überzeugen. Leider musste Ticket to Nowhere bekannt geben, dass dies der letzte Auftritt mit Tim war. Die Band wird aber trotzdem mit voller Entschlossenheit ihren Weg weitergehen und schon kommenden Samstag, 25. April ihr nächstes Konzert im Rockbunker in Bremgarten spielen.

Man darf gespannt sein, was von diesen drei jungen Bands in Zukunft zu hören sein wird. Auf jeden Fall hinterliessen alle einen bleibenden Eindruck und scheinen hungrig auf mehr zu sein.

Auch auf die Zukunft von Heimspiel Veranstaltungen darf man sich freuen. Nach diesem tollen Start – der Publikumsaufmarsch hat selbst den Veranstalter überwältigt – werden wohl weitere Konzerte folgen.